Wie jedes Jahr feiert die WERKSTATT DER KULTUREN auch im Februar 2017 den international begangenen Black History Month. Und wie jedes Jahr stellt die WERKSTATT DER KULTUREN auch in 2017 ihre Räumlichkeiten Schwarzen Organisationen und Akteur*innen kostenfrei zur Verfügung.
Reparationsforderungen der Herero und Nama aus Namibia haben in jüngster Zeit das Interesse der deutschen Medien- und Kulturlandschaft immer wieder auf die deutsche Kolonialgeschichte gelenkt.
Dabei fällt der Blick jedoch nur sehr selten auf die Biographien afrikanischer Widerstands-Aktivist*innen oder auf Geschichte und Entwicklung der Widerstandsbewegungen in den ehemaligen deutschen Kolonien, Deutsch-Südwest (heute: Namibia), Deutsch-Ostafrika (heute: Burundi, Ruanda, Tanzania), Kamerun (heute: Kamerun und ein Teil von Nigeria) und Togoland (heute: Togo und ein Teil von Ghana). Diese Informationslücke wird im Rahmen der Schwerpunktsetzung des Festivals „Anti-kolonialer Widerstand bis 1918“ mit einer Reihe von Veranstaltungen geschlossen.

Bereits im Jahr 2009 hat die WERKSTATT DER KULTUREN mit dem Musikalbum 1884 unter Leitung des inzwischen verstorbenen großen Griots Abdourahmane Gilbert Diop und des Musik-Produzenten Jonas Bibi Hammond dem anti-kolonialen Widerstand auf dem afrikanischen Kontinent eine musikalische Hommage gegeben.
Im Jahr 2017 will die WERKSTATT DER KULTUREN diesen Faden wieder aufnehmen und neben bekannteren Widerstandsakteuren wie Hendrik Witboi, Mahareo, Kinjektile oder Rudolf Manga Bell auch weniger bekannte Figuren und Bewegungen sichtbar machen.

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