Über Chloroquin – ein von Bayer produzierter Wirkstoff gegen Malaria – wird zur Zeit viel diskutiert, denn möglicherweise könnte er sich als Wunderwaffe gegen das Coronavirus erweisen.
Chinesische Forscher konnten an Zellkulturen zeigen, dass durch Chloroquin die Vermehrung des Virus gehemmt wird. Das Problem: Es handelt sich hierbei um eine Studie unter Laborbedingungen, d.h. die Ergebnisse lassen sich nicht ohne weiteres auf normale Lebensbedingungen übertragen.

Ungeachtet der Risiken beschloss nun Prof. Didier Raoult, ein Virologe aus Marseille, genau diese Tests vorzunehmen. Nach der Verabreichung des Medikamentes an Testpersonen, konnte er die Wirksamkeit von Chloroquin bei 24 Personen beobachten und möchte daher die Behandlung mit Chloroquin auf alle Patienten ausdehnen, denn es gibt zurzeit keinen Impfstoff gegen Covid-19.

Viele Ärzte und Experten warnen allerdings vor dieser Vorgehensweise, da es nicht die notwendigen Kriterien für eine ordnungsgemäße klinische Prüfung erfüllt. Zumal es bei einer Überdosierung des Medikamentes zu schweren Nebenwirkungen, wie etwa Herzproblemen, kommen kann.

Es bleibt also abzuwarten, ob Chloroquin sich als Retter in der Krise erweist.