Auch in den afrikanischen Ländern macht sich die Coronakrise immer stärker bemerkbar – gesundheitlich und wirtschaftlich. Gut das M-Pesa, der Geldtransferdienst des kenianischen Mobilfunkunternehmens Safaricom, nun auf die Gebühren für niedrige Beträge verzichten will.
Wer einen Betrag unter 1.000 Kenianische Schilling (knapp 9 Euro) senden möchte, der kann dies für die kommenden 90 Tage tun. Damit wäre ein kleiner, aber wichtiger Schritt getätigt, denn bargeldlose Bezahlsysteme sind in der Coronakrise wichtiger denn je – nicht nur unter wirtschaftlichen sondern auch unter gesundheitlichen Aspekten, denn Barzahlung erfordert in der Regel körperliche Nähe, die in diesen Zeiten dringend zu vermeiden gilt.

Dieses Entgegenkommen dürfte maßgeblich dem kenyianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta zu verdanken sein, der sich am letzte Woche mit Vertretern der führenden Banken und Geldtransferdiensten traf. Es bleibt abzuwarten, ob der Gebührenerlass in Zukunft auch bei höheren Geldbeträgen zur Anwendung kommt und ob andere Geldtransferanbieter mitziehen.