Schulen und Kindergarten sind geschlossen, alle tragen Masken und Eltern wirken besorgt. Kinder bekommen meist mehr mit, als man denkt.

Doch wie erklärt man seinem Kind die Lage?

Auch wenn man Kinder eigentlich vor der negativen Welt beschützen will, sollte man ehrlich sein. Hier sind ein paar Tipps, um das Thema Corona kindgerecht anzusprechen:

1. Basis klären
Man sollte erst mal klären, was das Kind schon alles mitbekommen hat. Sowohl über das Virus, die getroffenen Maßnahmen als auch die Veränderungen in der Coronakrise. Das sollte dann als Basis für das Gespräch dienen. Die Kinder sollen auch gerne viele Fragen stellen. Wichtig ist eine entspannte Umgebung, um wirklich in Ruhe reden zu können.
Malen, Geschichten erzählen und andere spielerische Aktivitäten können helfen, das ernste Thema anzusprechen.

2. Sorgen und Ängste

Es geht nicht nur darum, dem Kind die Angst zu nehmen, viel wichtiger ist es den Umgang mit der Angst zu ermöglichen. Respekt vor der Situation hilft, die Maßnahmen zu verstehen und sich an sie zu halten. Die Kinderpsychologin Susanne Walitza äußert sich so: „Manche Kinder machen sich große Sorgen, andere sind eher gelassen. Entscheidend ist die Reaktion von den Eltern und Bezugspersonen, die als Vorbild dienen.“ Wichtig ist, dass die Sorgen und Ängste ernst genommen, das Thema besprochen und Fragen geklärt werden.

3. Ehrlichkeit
Man sollte dem Gespräch ehrlich entgegentreten, aber keine Panik bei dem Kind verursachen. Am besten man macht alles an bestimmten Beispielen fest, z.B. warum man grade nicht in die Schule gehen kann und warum es nicht möglich ist, die Großeltern zu besuchen oder Freunde zu treffen. Dazu sollte man die Fakten in
einer altersgemäßen, kindgerechten Sprache vermitteln.

Webseiten, wie die des Robert-Koch-Instituts, internationale Organisationen wie UNICEF oder die WHO, aber auch Fernsehsender für Kinder wie z.B. KIKA veröffentlichen informatives, kindgerechtes Material und Erklärvideos.

4. Schutz

Nicht nur bei ängstlichen Kindern ist es nötig, über die Schutzmaßnahmen zu sprechen. Denn generell ist die Hygiene von Kindern schwer zu kontrollieren. Man sollte sich die Zeit nehmen und genau erklären, wie man sich beim Niesen und Husten richtig verhält und wie man richtig die Hände wäscht. Außerdem sollten die Symptome besprochen werden, sodass das Kind Bescheid geben kann, wenn es sich unwohl fühlt.

5. Optimismus
Damit das Gespräch nicht zu negativ endet, sollte man auch positive Aspekte aufzeigen, u.a. kann die derzeitige Siuation zu einem familiären Zusammenrücken führen und somit mehr Zeit für Aktivitäten mit der gesamten Familie bedeuten.