Auch wenn es einige Branchen gibt, die von der Corona-Pandemie profitieren, für die meisten Unternehmen ist die Krise ein harter Schlag. So zum Beispiel für die Modeindustrie. Modeschauen müssen abgesagt werden, Shootings und Meetings ebenso. Auch wenn Afrika bis jetzt noch nicht so stark von der Pandemie betroffen ist, so grenzen die Schutzmaßnahmen die Möglichkeiten für die Modebranche dort sehr ein.

Für viele steht ihr Unternehmen plötzlich still. Das wiederum wirkt sich auf die regionalen Designer, Schneider, Mitarbeiter und deren Familien aus. Websites und Online-Handel sind in Afrika eher wenig entwickelt, was als kontaktlose Verkaufsmethode so ziemlich die einzige Lösung ist. Um weiterlaufende Kosten auszugleichen, liefern viele Brands die Ware nach Hause, so z.B. auch Designer Ibrahim Fernandez. Er stellt seine Kleidung auf Instagram und Facebook vor, die Kunden können sie einfach bestellen und er verschickt die Pakete weltweit.

Doch den Kundenstamm auf Social Media zu überführen ist oft nicht so leicht. In einem Beitrag auf Instagram bittet der Store „Couleur Concept“ aus Abidjan seine Follower regionale Designer zu unterstützen: „Heute wollen wir uns einen Moment Zeit nehmen, um unsere Designer zu unterstützen, die in dieser Zeit in Schwierigkeiten sind. Hinter diesen Kollektionen stehen Schneiderinnen, Familien, Leben, die von dieser Situation betroffen sind. Wenn wir können, unterstützen wir sie! Wie können wir sie unterstützen? Zum Beispiel, share diesen Post oder kaufe eine ihrer Kreationen, die du tragen wirst, wenn alles besser ist… „

Generell wird Social Media gerade zu der Möglichkeit für alle Unternehmen, um in den Köpfen der Kunden präsent zu bleiben, sie auf dem Laufenden zu halten und den Kontakt zu pflegen. „Ich unterhalte meine Community weiterhin dank den sozialen Netzwerken. Meine Follower wissen so, welche neuen Stücke erhältlich sein werden“, sagt Ibrahim Fernandez. Auch Zak Koné bemüht sich online präsent zu bleiben und teilt die Kleider seiner Marke „Pelebe“ online. Er freut sich über die Motivation seiner Kunden, die ihm trotzdem noch Nachrichten schicken, Bestellungen aufgeben und aktiv bleiben.

 

Trotzdem laufen die Kosten von Geschäft und Arbeitern weiter. Zwar haben viele Marken ein finanziellles Polster, doch ewig hält dieses nicht. Sow Namissa Thera, die Gründerin der malischen Marke „Ikalook“ geht es so: „Bis jetzt verfügt Ikalook über Rücklagen, die es uns erlauben, eine Weile auszuhalten und wir erhalten Aufträge von Kunden, was es dem Team ermöglicht, weiter zu arbeiten. Doch ich bete sehr, dass diese ganze Geschichte nicht länger als zwei Monate dauert! »