Der Verein AUGEN BLICKE AFRIKA e.V. lädt in Kooperation mit einer Vielzahl Hamburger Vereine sowie dem Verein Culturban in Dakar und zahlreichen engagierten afrikanischen Künstlern Kulturschaffende aus einigen urbanen Kunst- und Kulturszenen Afrikas ein. In einem Cocktail von Filmvorführungen, Performances, Konzerten, Workshops und Diskussionsveranstaltungen werden afrikanische Künstler ihre Werke vorstellen und Begegnungen zwischen Deutschen und Afrikanern ermöglichen.

 

Das Festival soll ein Mittel zur Förderung eines neuen realistischeren Blicks auf den afrikanischen Kontinent sein und zum interkulturellen Verständnis beitragen. Es geht darum, Identitäten, Erfahrungen und Kulturen in einer globalisierten Welt zu vermitteln und auch hierzulande zu zeigen, dass Afrikaner keineswegs passiv ihre Situation hinnehmen oder ihr Land verlassen wollen. Vielmehr setzen sie sich politisch und künstlerisch aktiv für Veränderungen in ihren Ländern ein und rufen ihre Landsleute auf, ebenfalls aktiv zu werden.

 

Geplant ist wie in den letzten sechs Jahren ein 10-tägiges afrikanisches Filmfestival. Auf einem Panel wird der Wissenschaftler Felwine Sarr die Thesen seines Buches „Afrotopia“: „Afrika – ein Kontinent der Zukunft?“ vorstellen und anschließend mit afrikanischen Künstlern und Aktivisten über Ursachen von Flucht und Migration, Bürgerbewegungen in Afrika und Zukunftsperspektiven Afrikas diskutieren.

 

Im Gängeviertel werden zwei Wandbilder des bekannten sene galesischen Graffiti-Künstlers Docta mit Hamburger Jugendlichen entstehen. An vier Tagen laden dort lokale afrikanischer Künstler, afrikanische Küche, Kinderprogramm und nächtliche Partys zur Begegnung ein. In der Kampnagelfabrik treten zwei der angesagtesten senegalesischen Rapper auf, die Gruppe Keur Gui und der Rapper Matador, die sich auch als politische Aktivisten in der senegalesischen „Y’en à marre“ Bewegung hervorgetan haben, unterstützt von Rappern und Breakdancern der HipHop Akademie in Hamburg-Billstedt.

 

 

Diese Veranstaltungen gibt es im September:

 

15. September, 18:00 Uhr

Große Auftaktveranstaltung in der Fabriqe des Gängeviertels mit Musik, afrikanischem Essen, Projektionen und Vorstellung einiger Künstler. Party am Abend.

 

Ab 16.September

Im Gängeviertel werden während zweier Wochen zwei Wandbilder unter Anleitung des bekannten Künstlers Docta aus dem Senegal mit Hamburger Jugendlichen zum Thema „Flüchten oder Standhalten“ konzipiert und erstellt.

 

Amadou Lamine Ngom aka „Docta“ ist einer der bekanntesten und aktivsten Künstler in der Hip Hop Szene. Als Graffiti Künstler sind seine Werke überall in Dakar zu sehen. Er entwirft CD Cover und seine eigene Mode. Seit 2016 organisiert er ein internationales Graffiti Festival „ Festi-graff“, zu dem Künstler aus aller Welt eingeladen werden. Unter seiner Anleitung wird an mehreren Tagen ein Wandbild mit Hamburger Jugendlichen zum Thema ‘Flüchten oder Standhalten’ konzipiert und erstellt.

 

Samstag, 22. September ab 15:00 Uhr

Afrika sehen, hören, riechen, fühlen, schmecken und besser verstehen“: Präsentation der Wandbilder. Auf einer kleinen Bühne im Gängeviertel gibt es Filme und Musikdarbietungen lokaler afrikanischer Künstler, wie Toto Lightmanns Kinderchor, afrikanisches Essen sowie Infostände von afrikanischen Initiativen und Vereinen. Außerdem wird es einen Asoto Tanzworkshop und Graffiti Workshop geben. Abends folgt dann die afrikanische Disco mit angesagten DJ’s.