“Man möchte eine Geschichte erzählen und hofft, dass sie auch wirklich nachhallt. Ich wusste irgendwie immer, wie ich mich fühle – in Bezug auf die Filme, die ich liebe und schaue. Man kommt aus dem Kino und entweder hat man gelacht oder geweint, aber auf jeden Fall hat man etwas gefühlt. Und genau solche Filme wollte ich auch selbst machen.”

 

Jeder Film, der seinen Weg auf die Leinwand findet, ist auf seine eigene Art und Weise ein Wunder, eine Fusion von Kreativität und Technik, Logistik und Planung, Glaube, Hoffnung und – darüber hinaus – viel Geld. Wenn die Lichter endlich ausgehen und der Film anspielt, beginnt der Kampf um die Herzen sowie Geister der Zuschauer. Besonders stark ist dieser Kampf vor allem bei ungewöhnlicheren Filmen wie beispielsweise von südafrikanischen Filmemachern, die gegen die Macht von Hollywood ankommen müssen, um die Zuschauer für sich zu gewinnen.

 

So ergeht es auch Akin Omotoso (geboren 1974), einem nigerianischen Regisseur, (Drehbuch-)autor und Schauspieler. Geboren und aufgewachsen ist er in Nigeria, in Ile Ife. Aufgrund beruflicher Perspektiven seines Vaters zog Akin mit seine Familier 1992 nach Südafrika. Dort studierte er an der University of the Western Cape Sprachgestaltung und Schauspiel. Bereits in seinem Studium gewann er eine Auszeichnung für seine Fähigkeiten als Autor. Darüber hinaus arbeitete er an der Universität an einem eigenen Filmprojekt. Omotoso erkannte als junger Student wie viele Geschichten existierten, wie viele Geschichten  über das Leben und die Liebe erzählt werden sollten.

Seit seinem Schauspiel-Debut in Sunjata ist er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur tätig. Den Auftakt seiner Regie-Karriere erlebte er mit God is African. Besonders durch seine Filme, wie die Romantikkomödie Tell me Sweet Someting oder sein berühmtes rasantes Actiondrama Vaya hat er sich einen Namen als vielseitigen beeindruckenden Filmemacher gemacht. Des Weiteren ist er hauptsächlich für seine Filme Blood Diamond, Man on Ground sowie für seinen neusten Film Catching Feelings bekannt.

 

Er möchte das echte Leben und die echten Dramen des Lebens verarbeiten und darüber hinaus dem Mythos, dass südafrikanische Filme nicht gut seinen, entgegenwirken. Denn – ganz im Gegenteil – ist für ihn die südafrikanische Filmindustrie eine Atmosphäre, die ein freies Umfeld für aufstrebende Filmemacher darstellt.