Amadou Diallo ist DHL Vorstand im Bereich des deutschen Frachtgeschäfts. Er ist einer der wenigen afrikanischen Chefs in deutschen Großkonzernen. Im Senegal geboren, in Frankreich und in Amerika aufgewachsen lebt er nun in Deutschland und spricht sechs Sprachen fließend. Im Interview mit der ‘Deutschen Welle’ erzählt er über seine Kindheit in Armut, über seinen Weg nach ganz oben und auch über die Herausforderungen anderer Migranten in Deutschland.

Sein Leben war hart und sein Weg bis ganz nach oben nicht einfach. Für ihn war es “ein Kampf für den Erfolg und jeder, der siegen will, dürfe nicht aufhören, zu kämpfen”. Seiner Erfahrung nach werden Ausländer in Deutschland oft als weniger kompetent dargestellt. Er weist darauf hin, dass jeder talentierte Ausländer mit Respekt behandelt werden und eine Chance erhalten soll, sich zu beweisen. Diallo hat sich mit Ehrgeiz und Tapferkeit bewiesen und durch harte Arbeit etwas erreicht.

Er setzt sich außerdem aktiv für die afrikanische Gesellschaft ein. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats von Amref Health Africa in Germany macht er sich auch für eine Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen in Afrika stark. Oft wird Afrika als Kontinent voller Katastrophen beschrieben, was Diallo an den Medien kritisiert. „Afrika bietet mehr als das“ erläutert er. Auch die mangelnden Möglichkeiten, sich als Migrant in Deutschland zu beweisen, sind für ihn inakzeptabel. Viele afrikanische Migranten arbeiten als Taxifahrer oder als Haushaltshilfe, was er als mangelnden Respekt und fehlendes Vertrauen empfindet.

Hier seht ihr das komplette Interview: