Die erste afrikanische Bobmannschaft startet dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang – endlich! Die Bob-Rennfahrerinnen stammen aus Nigeria.

Gesteuert wird der Bob von Seun Adigun, ihr ist es zu verdanken, dass es erstmals eine nigerianische Bobmannschaft gibt. 2016 gründete die Sportlerin die Mannschaft und vertritt nun bei den Olympischen Spielen in einem zweier Bob ihr Heimatland. Die Sportbegeisterung scheint Seun wirklich im Blut zu liegen: Ihr Onkel ist der ehemalige Basketballspieler Hakeem Olajuwon.

Seun Adigun ist Olympia-Luft bereits gewohnt: 2012 hatte sie im 100m Hürdenlauf bei den Olympischen Sommerspielen teilgenommen. Dieses Jahr will sie so richtig durchstarten- zusammen mit ihrer Anschieberin Akuoma Omeoga und Ersatzfrau Ngozi Onwumere.

Die drei Frauen sind wohnhaft in Amerika, hier hat das Team auch seinen Ursprung: In einer texanischen Garage begann vor ein paar Jahren die Geschichte mit einem spartanischen Holzmodell, heute sind es 14 bis 20 Kurven, die die Powerfrauen pro Strecke hinter sich lassen.

“Angst ist nur eine Chance, etwas zu lernen”, berichtet Seun Adigun einer Zeitung. Für sie ist das Ganze ein Traum, der wahr geworden ist. Ihrem Team entgegnen die Menschen aus Nigeria mit sehr viel Stolz und Freude. Doch auch in Amerika werden die drei Damen gefeiert: Sie entpuppen sich als ein Highlight in US-Talkshows und Werbespots. Jeder liebt das bunte Trio mit der frechen Art.

Geschichten wie diese begeistern noch mehr als Medaillen und Rekorde. Es freut uns, dass mit der nigerianischen Mannschaft ein afrikanisches Bob-Team vertreten ist. Wir wünschen viel Erfolg und: cool runnings!