Der Der Bénoué Nationalpark ist ein Nationalpark im Norden Kameruns. Er liegt im Guinea-Savannen-Gürtel, einer Feuchtsavanne zwischen den Städten Garoua und Ngaolundéré. Seinen Namen hat er von dem Fluss Benue, der durch den Park fließt. Er ist nach dem Waza-Nationalpark das zweitergiebigste Wildtierreservat in Kamerun, umgeben von Jagdgebieten. Der Park umfasst 1800km² Fläche – flächenmäßig also ungefähr doppelt so groß wie unsere Hauptstadt Berlin.

By ongola boy [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)] via flickr

Im Jahre 1932 wurde das Gebiet zum Fauna-Reservat erklärt, 1968 dann zum Nationalpark. Seit 1982 wird er zudem als Biosphärenreservat anerkannt. In dem Park gibt es vielfältige Felskuppen, Wälder und Gewässer – und natürlich viele wilde Tiere.

Um das Gebiet für Touristen attraktiver zu machen, wurden in Zusammenarbeit mit einem Zoo im britischen  Bristol einige Tiere im Park mit Sendern ausgestattet, damit Safari-Teilnehmer auch die Chance haben, seltene Arten zu erblicken.

 

 

 

By ongola boy [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/ 2.0/)] via flickr

Die Verwaltung des Parks

übernimmt die lokale Bevölkerung – dabei sollen Regierung, Tourismus und Tradition nicht voneinander getrennt werden. So können die Einheimischen gleichzeitig von der Jagd leben und vom Tourismus in den Gebieten profitieren.

 

Diis, Foulbés, Mafas, Toupouris, Gambais oder Boums nur einige wenige Völkergruppen die in dem Park leben, aber die größten. Die Hauptaktivitäten dieser Völker sind unter anderem Landwirtschaft, Fischen,

Baumwollanbau, Holzfällen, Kohleabbau und Jagen.

 

 

Besonders in den Uferregionen des Bénoué leben zahlreiche Wildtiere: man findet dort

Flusspferde, Elefanten, Affen, Buschböcke, Löwen, Leoparden, Antilopen,

By Ndijose [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Wasserböcke, Büffel und vieles mehr. Auch besonders gefährdete Arten wie der Afrikanische Wildhund, das Afrikanische Manati und die Riesen-Elenantilope sind in dem Park zuhause. Für Vogelliebhaber ist der Nationalpark auch ein einziges Paradies – mindestens 306 verschiedene Vogelarten sind laut BirdLife International dort zu finden.