Der Friedensmarsch oder auch Grüne Marsch (Marche Verte) wurde 1975 von König Hassan II. ins Leben gerufen. Im Rahmen des Westsaharakonflikts sollte der Marsch Spanien zur Übergabe der Kolonie Spanisch-Sahara an Marokko bewegen.

 

Ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofes hatte rechtliche Bande zwischen Marokko und der Westsahara festgestellt, aus denen Hassan II. eine Abhängigkeit des Gebietes ableitete und somit den Standpunkt ausarbeitete, dass Marokko – nach Islamischem Recht – einen Anspruch auf die Westsahara habe. In dieser Erklärung kündigte er ebenfalls den Friedensmarsch an.

 

Der Idee für den Marsch stammte ebenfalls von Hassan II.. Unter Geheimhaltung wurden Vorbereitungen für den Marsch getroffen. Es war geplant, dass sich 350.000 unbewaffnete Menschen bei Tarfaya im Süden Marokkos am 24. Oktober 1975 versammeln, um den Marsch anzutreten. Der Marschweg führte vom sündlichen Marokko in die zu Spanien gehörende Kolonie Spanisch-Sahara, die heutige Westsahara.
Mit König Hassan II. selbst an der Spitze sollte der Marsch innerhalb von 15 Tagen eine Strecke von ungefähr 160 Kilometer (nach El Aaiún und zurück) hinter sich lassen.  Sämtliche Provinzen Marokkos wurden aufgerufen, sich mit einem bereits genau berechneten Kontingent am Marsch zu beteiligen.

 

Nach mehrmaliger Verschiebung begann der Marsch dann am 6. November 1975, nach der Rundfunkansprache von Hassan II.

 

Heute feiern wir den 43. Jahrestag des Friedensmarsches in Marokko.