Momentan zeichnet sich weltweit ein neuer musikalischer Trend ab: der Afrobeat. Doch wie hört er sich an und was hat der kanadische Musiker Drake damit zu tun?

Der Afrobeat präsentiert dabei ein neues musikalisches Genre, das den westafrikanischen Highlife und einige Elemente der Yoruba-Musik (eine westafrikanisches Land in Nigeria) beinhaltet. So wurde er zunächst in Lagos, der größten Stadt Nigerias populär, wo sich sein einzigartiger Sound mit der Zeit über die ganze Welt ausbreitete.

Das Musikgenre wurde erstmalig vom nigerianischen Musiker, Bandleader und politischen Aktivisten Fela Kuti definiert. Zusammen mit seinem Freund und Schlagzeuger, Tony Allen, wurde Afrobeat in den 60er Jahren berühmt. Der ursprüngliche Afrobeat enthielt dabei politische Elemente in seinen Texten, doch seitdem Kuti am 2. August 1997 verstarb, begann das Musikgenre seinen eigenen Charakter zu formen und verlor seine politischen Eigenschaften.

Ende der 90er Jahre begannen mehrere DJs mit dem Afrobeat zu experimentieren und haben ihn dadurch bedeutend weiterentwickelt, sodass seit den 2000ern diverse Künstler mit dem Musikstil anfingen, zu arbeiten. Unter ihnen befinden sich auch Kutis Söhne Femi und Seun Kuti. Heutzutage existieren neben ihnen unterschiedlichste Gruppen und Künstler aus aller Welt, die den Afrobeat nutzen wie das „Albinoid Afrobeat Orchestra“ in Straßburg. Das Orchester covert dabei verschiedene Afrobeat-Songs. Des weiteren enthält das Album “More Life” des bekannten kanadischen Musikers Drake, viele Einflüsse aus dem Afrobeat und Dancehall und brachte ihm viele Nummer-Eins-Hits.

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Der Afrobeat gewann so viel Aufmerksamkeit, dass sich daraus ein Festival namens “One Africa Music Festival” entwickelte. Es findet weltweit in vier verschiedenen Städten statt: New York City, London, Houston und Dubai. Bei dem One Africa Music Festival treten unter anderem diverse Talente auf, die mit dem Afrobeat arbeiten. Hauptziel des Festivals ist hierbei die Stärkung der Position Afrikas in der Unterhaltungsindustrie und das Aufzeigen der positiven Seite Afrikas.

 

 

Photo by Chicago Afrobeat Project CE-11 [CC by 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)] via flickr