Kamerun ist in zehn Regionen aufgeteilt: acht dieser Regionen haben Französisch als Amtssprache, die beiden Regionen “Südwest” und “Nordwest” haben Englisch als Amtssprache. Die Regionen gliedern sich in 58 Bezirke und mehr als 300 Gemeinden. Südwest allein besteht aus sechs verschiedenen Bezirken: Fako, Koupé-Manengouba, Lebialem, Meme, Manyu und Ndian.

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Die Hauptstadt der Region Südwest ist die kleine Universitätsstadt Buea. Das 52000 Einwohner Städtchen liegt auf knapp 1000m Höhe und liegt am Fuße des Kamerunbergs. Die Straßen in der Stadt sind immer blitzeblank: kein Wunder, denn jeden Mittwoch ist dort der “cleaning day“, an dem alle Bewohner ihre Stadt säubern sollen. Buea wird auch “die Stadt der legendären Gastfreundschaft”, weil Fremde dort besonders gut aufgenommen werden. Deshalb sind 1884 auch die deutschen Kolonialbeamten kurz nach ihrer Ankunft in Douala nach Buea umgezogen. Es sind immer noch viele Überbleibsel der Deutschen zu sehen, und auch die Regierungsgebäude wie der Sitz de Gouverneurs der Region Südwest sind dort zu finden.

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Mit über 200 Regentagen im Jahr gehören Buea und die dem Meer zugewandte Seite des Mount Cameroon zu den regenreichsten Orten der Welt, deshalb empfiehlt es sich, außerhalb der Regenzeit, also von Ende November bis Juni dort wandern zu gehen. Der “Kamerunberg” ist ein aktiver Vulkan, welcher zuletzt im Jahr 2000 ausbrach. Der Kamerunberg, von den Einheimischen Fako genannt, ist mit 4095m der höchste Berg Westafrikas. Eine Tour zum Kamerunberg beginnt man für gewöhnlich in Buea, der Gipfel ist von unten aufgrund des Gebirgsstocks nicht sichtbar. Die Region um den Kamerunberg zählt zu den artenreichsten weltweit. An den Hängen des Vulkans wachsen insgesamt 8000 verschiedene Pflanzenarten, darunter auch zahlreiche seltene Pflanzen, wie das sogenannte Affenrohr – das findet man nur an ganz wenigen Orten und auch nur über 1200m Höhe. Ihr Saft soll Körper und Lunge reinigen. Mitten auf dem Berg befinden sich auch vier Herbergen, in denen man sich während des Anstiegs inmitten der Natur und in völliger Abgeschiedenheit verbringen kann. Die Landschaft besteht jedoch keineswegs nur aus Wäldern: auch Savannen und schwarzbraunes Vulkangestein schmücken den Berg.

Die Entwicklung von Öko-Tourismus am Kamerunberg wird unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt. Ziel ist es, den Jägern im Wald eine Lebensgrundlage als Bergführer oder Träger zu vermitteln und somit den Tourismus für die lokalen Bewohner zu nutzen. Der Regenwald rund um den Kamerunberg, in dem Schimpansen, Drill-Affen, Antilopen, Waldelefanten, Stachelschweine

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und viele andere Tiere leben, wurde 2009 zum Nationalpark erklärt, seitdem ist dort Jagen verboten.

Am Südhang des Kamerunbergs befindet sich die tropische Stadt Limbé,die Hauptstadt des Bezirkes Fako: ein Badeort an der Atlanktikküste mit paradiesischen, schwarzen Stränden. Sie besteht aus einem Stadtkern, mehr oder weniger eine einfache,  große Kreuzung und aus dem Down Beach, wo man viele Fischerboote- und hütten entdecken kann. Dort findet man neben frischgefangenem Fisch und Meeresfrüchten auch zahlreiche Restaurants und Bars. In Limbé gibt es außerdem einen wunderschönen, botanischen Garten.