Vom 4. bis zum 15. September findet das 18. Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) statt.

Ein zentraler Bestandteil des diesjährigen Programms ist die Veranstaltungsreihe „Decolonizing Wor(l)ds“. Sie behandelt den Themenkomplex des Kolonialismus, des Neokolonialismus und der Dekolonisierung.

 

Erwartet werden über 200 Gäste aus etwa 50 Ländern, darunter auch Gast-Speaker aus Afrika. Wir stellen euch die wichtigsten vor.

 

 

Rémi Tchokothe

Er ist Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl Afrikanistik II an der Universität Bayreuth mit den Forschungsschwerpunkten Afrophone Literaturen, afrikanische Jugendsprachen in der Diaspora und kritische Afrikastudien. 2012 promovierte er nach einem Studium in Kamerun an der Universität Bayreuth. Er war bereits Gastdozent an Universitäten im Kongo, in Tunesien, Mayotte und Südafrika.

 

Am Freitag, den 07. September gegen 18 Uhr wird er für „Decolonizing the Mind – contemporary Perspectives” im aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, über die Angleichungen von Sprache und Kulturen diskutieren.

 

Zethu Matebeni

Sie stammt aus Port Elizabeth in Südafrika, ist Dokumentarfilmerin und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, darunter “Black lesbian sexualities and identity in South Africa – An ethnography of black lesbian urban life”. Aktuell forscht als Soziologin am Institute for Humanities in Africa (HUMA) der University of Cape Town. Matebeni war Gastprofessorin der Yale University und hat zahlreiche Forschungsstipendien erhalten.

 

Am Samstag, den 8. September, spricht sie um 12 Uhr für “Decolonizing Public Spaces” über die historische Beeinflussung von öffentlichen Räumen durch die Kolonialisierung. Ebenfalls im aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin.

 

 

Akwaeke Emezi

Emezi wurde 1987 in Umuahia, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Abia im Süden des Landes, geboren und wuchs in Aba im selben Bundesstaat auf. Sie studierte an der New York University Internationale Politik und Nonprofit Management und belegte Kurse in kreativem Schreiben an der New Yorker Syracuse University. Für ihre Kurzprosa wurde sie vielfach ausgezeichnet. 2018 ist ihr erster Roman,  »Freshwater«, erschienen – dieser lebt von der Spannung zwischen der Behauptung einer singulären Identität und der Freiheit und Veränderlichkeit einer multiplen Persönlichkeit.

 

Unter anderem gemeinsam mit Matebeni wird Emezi am Samstag um 14 Uhr im aquarium (Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, über “Decolonizing of Gender and Sexuality” sprechen. Dabei geht es unter anderem um klassische und moderne Rollenbilder.

 

 

Der Eintritt ist frei. Die meisten Veranstaltungen sind auf Englisch. Schau vorbei, es lohnt sich!

 

 

HIER kommst du zum Programm der „Decolonizing Wor(l)ds“ und HIER kommst du zur Website des internationalen Literaturfestivals Berlin.