Silas Adekunle, gerade mal 26 Jahre alt, erfand laut CPAfrica 2016 den ersten Gaming Roboter MekaMon. Seither verkaufte er mit seiner Firma Reach Robotics den Roboter circa 500 Mal verkauft und brachte damit 7,5 Millionen Dollar ein. Der 26-Jährige ist aktuell der weltweit am besten bezahltest Roboteringenieur.

Adekunle sicherte sich letztes Jahr außerdem einen Deal mit London Venture Partners über 10 Millionen Dollar. Seine Firma hat sich zudem mit Apple für exklusive Verkäufe von MekaMon zusammengetan. The Guardian zufolge werden sie ihn für 300 Dollar verkaufen.

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All danced out over the weekend? Make MekaMon do it… 😂

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Der Nigerianer ging anfangs noch in Lagos, seiner Heimatstadt, zur Schule. Als Jugendlicher zog er England um und besuchte dort die University of the West of England. Er machte seinen Abschluss in Robotertechnik und wurde Leiter des Roboterprogramms der Universität. Später startete er dann seine eigene Firma mit dem Ziel, Robotertechnologie mit Gaming zu verbinden. Sein Unternehmen besteht derzeit aus 32 Vollzeit-Beschäftigten.

MekaMon ist eine Augemented Reality Plattform. Über diese neue Technologie können User personalisierte Erfahrungen mit dem MekaMon machen.

Für diejenigen, denen Augmented Reality kein Begriff ist: darunter versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätwahrnehmung wie zum Beispiel die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten. Bei Fußballübertragungen wär das beispielsweise das Einblenden von Entfernungen bei Freistößen mithilfe eines Kreises oder einer Linie. PokemonGo ist ein weiteres berühmtes Beispiel für AR.

Apple brachte MekaMon in fast alle Filialen in den USA und in England. Die meisten Käufer sind erwachsene Männer, aber auch viele Eltern kauften ihn für ihre Kinder. Adekunle möchte Produkte anbieten, die Kinder sowohl unterhalten, als auch belehren können.

Er ist ein kleiner, spinnen- oder krabbenartiger Roboter mit vier Beinen, der mit dem Smartphone steuerbar ist. Setzt man ihn auf den Teppichboden und steuert ihn, erscheinen auf dem Handydisplay verschiedenste Features. Er kann zum Beispiel mit einem Laser auf Dinge schießen – alles virtuell versteht sich.

Der MekaMon wird stetig verbessert und geupdated, vor allem um ihm emotionale, fast menschliche Charakteristiken zuzuschreiben. Christopher Beck, Mitbegründer und technischer Direktor (CTO) von Reach Robotics, erklärte: “Er wird wütend, wenn du nicht mit ihm spielst, und er verändert sein Verhalten, wenn er Spiele gewinnt.”

Er soll demnächst auch auf Berührung reagieren. Das heißt, wenn man ihn streichelt, zeigt er sich glücklich wie z.B. durch hin und her wackeln wie ein Hund. Adekunles Forschungsteam sucht sich seine Inspiration gerne bei Tieren, sie beobachteten unter anderem auch wie ein Pferd sich benimmt, wenn es nervös wird.