Wenn ein Museum Räder bekommt, wird Kultur zugänglicher. Das dachten sich jedenfalls sechs afrikanische Künstler, die vor einem Monat mit ihrem Projekt Mobile Museum of Contemporary Art nun schon zum zweiten Mal einen etwas anderen Roadtrip antraten.

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In einem alten, umfunktionierten Schulbus bereiste das gemischte Team aus Nigeria, Ghana, der Elfenbeinküste, Senegal und Deutschland insgesamt sieben Länder. Es war die Idee von Emeka Udemba einen öffentlicheren und weniger elitären Zugang zur kontemporären afrikanische Kunstszene herzustellen. So trat der nigerianische Künstler solch eine Reise an und brachte damit das rollende Museum an verschiedenste Ecken Westafrikas. Eigentlich lebt Emeka Udemba in Deutschland, aber mit seinem Heimatland ist er dennoch verbunden und kritisiert, wie Museen und öffentliche Räume in vielen afrikanischen Ländern nicht ihre Rolle erfüllen.

Kunst ist für alle da

Moderne Kunst sollte weder mystifiziert werden, noch ausschließlich der Elite gehören. Ihre Funktion sei es nämlich, gesellschaftliche Fragen und Problemen der Zeit zu behandeln. Daher kreiert Emeka Udemba mit seinem Projekt einen Treffpunkt für Kunstinteressierte aus allen Bereichen der Gesellschaft.  Die Künstler, die gemeinsam mit dem Goethe-Institut das Museumsprojekt nun zum zweiten Mal umsetzen, sind auf ihrer Reise dazu bereit auf unterschiedlichste Menschen, Kulturen und politische Gegebenheiten zu treffen. Genau das beeinflusst auch ihre Arbeit und gibt der modernen afrikanischen Kunst seine Besonderheit. Die Ergebnisse des Wandernden Museums, die durch spontane Kunstaktionen während der Reise entstanden, werden derzeit auf der internationalen Kunstmesse DaK’Art im Senegal vorgestellt.

Pourquoi je fais cela ? Je sais pas. C'est quoi ma vision ? Je ne saurai l’extérioriser en mots. Tout ce que je sais, c'est que ces visages m'attirent et m'inspirent. Les expressions qu'elles peuvent dégager. La peur, la joie, le dégoût, la sympathie… Ces visages parfaits, ainsi que ceux qui sont imparfaits d’après leurs propriétaires, ces propriétaires qui font beaucoup trop attention aux « regards des gens ». D'innombrables choses que je ne saurai écrire ici, des pensées instranscriptibles. Me poussant ainsi à faire ce que j'essaie de faire, capturer des émotions. Sur ce, je vous annonce ma première exposition photographique dans le cadre de la biennale off. Ça sera une nouvelle expérience pour vous, pour nous et pour le monde. Merci mes amis ! #Diakus #DiakusPictures 📸 #BiennaleOff #Biennale2018 #Dakart2018 #Art #senegal #Photographie #exhibition #soafrican #subabiennale #dakar #travelafrique #afriquette #visiterlafrique #photographer #senegalphotohraphy #uwezoafrique #dakarlives #print #culture

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Afrika afrikanische Museen

Mit dem Mobile Museum of Contemporary Art wird allerdings nicht nur irgendeine Art von Kultur verbreitet, sondern ganz spezifisch die Kunst im afrikanischen Kontext. Damit distanziert sich das Projekt von den eurozentrischen Museumsmodellen, und nähert sich als Vorreiter der afrikanischen kulturellen Realität an.