Yaoundé (auf Deutsch amtlich Jaunde) ist die Hauptstadt Kameruns und zählt mit ihren rund 2,5 Millionen Einwohnern zu der zweitgrößten Stadt des Landes. Zudem ist Yaounde politisches Zentrum Kameruns, sodass sich in der Hauptstadt alle Ministerien und Verwaltungsstrukturen befinden.

In der Stadt treffen fast alle ethnischen Gruppen aufeinander. So hat ein großer Teil der Einwohner beispielsweise eine französische Staatsbürgerschaft oder sind Tschader, Nigerianer, Marokkaner, Gabuner, oder Amerikaner. Auch ist eine große Anzahl anderer Nationen durch ihre diplomatischen Vertretungen präsent.

Ebenso ist Yaoundé Verkehrsknotenpunkt und industrielles Zentrum für die Tabakindustrie, Milchverarbeitung, Ton-, Glas- und Holzindustrie. Darüber hinaus ist es regionales Zentrum für Kaffee, Kakao,Zuckerrohr, Kochbananen und Gummi.

 

Zudem bietet die Stadt wegen ihrer Lage auf einem Hügel (750 Meter über dem Meeresspiegel) eine wunderschöne Aussicht. Außerdem kann man das ganze Jahr ein mildes Klima genießen (Jahresdurchschnittstemperatur bei 23,3 Grad), sodass man viele Möglichkeiten hat, die beachtenswerten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Dazu gehören beispielsweise der ehemalige Präsidentenpalast aus der französischen Herrschaftsepoche, die Cathédrale Notre Dame oder das Denkmal zur Wiedervereinigung des Landes (Monument de la réunification) im Stadtviertel Ngo Ekele. Die Stadt verfügt inzwischen über eine beachtenswerte touristische Infrastruktur mit einer Vielzahl an Restaurants, Hotels und Cafés. Wer die schöne Aussicht genießen möchte, kann dies vom Mont Fébé aus tuen. Dort hat man den besten Blick über die Metropole. Ein Ausflug dorthin ist ein guter Kontrast zu dem klassischen Großstadtleben. Dort kann man Ruhe finden und die schöne Landschaft bewundern. Neben einem Hotel dort befindet sich ein Casino und ein schöner Golfplatz. Durch das angenehme Klima kann man hier mehr als nur einen Tag verbringen.

 

Wer es hingegen etwas mehr Aktion mag, kann sich  für gemeinsame Motorradausflüge an den Moto Club de Yaoundé wenden, welcher sogar ein eigenes Clublokal mit Bar hat. Das Clublokal liegt unweit des Rondpoint Nlongkak schräg gegenüber der “Bastos Bar” und ist öffentlich.

Auch bietet sich von der Stadt aus einige interessante Ausflüge in die Umgebung an. Ein Highlight ist der Boumba-Bek-Nationalpark, ein 2.383 km² großes Areal, das seit 2006 auf der Vorschlagsliste zum UNESCO-Welterbe steht. Benannt wurde er nach den beiden Flüssen Boumba und Bek, die ihn durchfließen. Der Park setzt sich insbesondere aus Tiefland-Regenwald zusammen und ist die natürliche Heimat von Waldelefanten, Schimpansen, Gorillas und etwa 255 Vogelarten.