Unser Eingeständnis der Erderwärmung gleicht dem Erwachen aus einem langen Schlaf. Lärm weckt uns, aber wir sind noch zu träge und blinzeln den letzten Rest des Schlummers weg. Wir gehen es langsam an, hat ja alles seine Zeit. Bis keine Zeit mehr übrig bleibt.

Die Konsequenzen des Klimawandels werden immer deutlicher, weshalb weltweit Maßnahmen ergriffen werden, um diesen negativen Veränderungen entgegenzuwirken.

Gerade Afrika erfährt einen dramatischen Verlust seiner Biodiversität. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts kann allein die globale Erderwärmung die Zahl der afrikanischen Vögel und Säugetierarten um die Hälfte dezimieren und einen massiven Verlust von Pflanzenarten verursachen. Neben der Ausbeutung der Natur und der Überfischung, gibt es allerdings auch soziale Folgen: es droht der Wohnraumverlust, der Lebensunterhalt, das Wohlbefinden, die Gesundheit, Ernährungs- und Wassersicherheit der ärmsten und schwächsten Menschen in Afrika werden gefährdet. Und deshalb setzen sich Afrikas Führer aktiv zum Schutz der Natur ein.

Schimpanse by Djamila Koch via Pixabay

Schimpanse by Djamila Koch via Pixabay

Namibia und Botswana stellen bereits 30% ihres Landes unter Schutz. Ähnlich steht es in Ruanda, wo die Bergwälder laut Gesetz vollkommen unantastbar sind. Äthiopien verschreibt sich dagegen der Wiederaufforstung.

Ein besonderes Beispiel ist Bangweulu in Sambia, das ein einzigartiges, gemeindenahes, geschütztes Feuchtgebiet ist. 50.000 Menschen haben sich dort niedergelassen. Ihr Überleben ist gebunden an die natürlichen Reichtümer, die das Gebiet ihnen bieten kann, weshalb ihnen das Recht vorbehalten bleibt, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu ernten. Durch sie haben sich die Fischbestände erheblich verbessert, die Wilderei wurde reduziert und die Vogelbestände sind ebenfalls gestiegen.

Wenn andere afrikanische Regierungen diesen Beispielen folgen und mutige Maßnahmen zum Schutz der Natur ergreifen, besteht eine echte Chance auf ein neues internationales Abkommen, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen.