Das Gebiet des heutigen Kameruns wurde durch eine Vielzahl verschiedener Gesellschaften besiedelt, erstmals durch die Portugiesen im 15. Jahrhundert. 1868 wurden Teile Kameruns zu deutschem “Schutzgebiet” erklärt, jedoch gingen diese Gebiete als Folge des ersten Weltkriegs in den Besitz des Völkerbundes über. Infolgedessen wurde Kamerun zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt, wobei erstere einen Großteil des Landes kontrollierten. Doch auch der deutsche Einfluss war nach wie vor prägend, da Deutschland in den 20er Jahren Teile des Agrarlandes in Kamerun von Großbritannien zurückkaufte. 1960 erhielt das französische Kamerun durch eine Volksabstimmung seine Unabhängigkeit und nannte sich Ost-Kamerun. Der britische Norden Kameruns schloss sich Nigeria an, der südliche Teil schloss sich 1961 dem Staat Kamerun an. Dies erklärt die zwei Amtssprachen, Englisch und Französisch, in dem zentralafrikanischen Land. Ahmadou Ahidjo war von 1960 bis 1982 Präsident Kameruns und errichtete eine Diktatur. Es folgte Präsident Paul Biya, der bis heute im Amt ist. Er versprach Demokratisierungsreformen, dennoch herrschte ein Einparteiensystem vor. Deshalb und aufgrund von der wirtschaftlichen und sozialen Krise der 80er und 90er Jahre machte sich Unzufriedenheit breit. Bei den ersten freien Wahlen Kameruns 1992 konnte sich Paul Biya dennoch im Amt halten, welches er noch heute besetzt.