Die offizielle Landessprache in Kamerun ist französisch, jedoch sprechen auch ca. 20 % der Bevölkerung englisch. Als ehemalige Kolonie Deutschlands sprechen auch heute noch ca. 300.000 Menschen in Kamerun deutsch. Der Wahlspruch auf dem Wappen der Republik, die seit dem 1. Januar 1961 unabhängig ist, lautet: „Frieden, Arbeit und Vaterland“. Kamerun hat ca. 21 Mio. Einwohner, die sich hauptsächlich in den beiden Großstädten Yaoundé (ca. 2 Mio. / Hauptstadt) und Douala (ca. 1.9 Mio. / Wirtschaftszentrum) tummeln.

Seit 1960 ist Kamerun eine Präsidialrepublik. Der Präsident wird für die Dauer von sieben Jahren gewählt und kann unbegrenzt zur Wiederwahl antreten. Die Nationalversammlung, die aus zwei Kammern besteht, hat 180 Mitglieder und wird für fünf Jahre gewählt. Seit 1992 herrscht ein Mehrparteiensystem.
Staatsoberhaupt ist seit 1982 Paul Biya. Die letzten Wahlen fanden am 9. Oktober 2011 statt. Paul Biya, inzwischen 78-jährig, trat erneut an und wurde mit 77 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, Kleinkriminalität und Landstreitigkeiten gilt in Kamerun lokales traditionelles, mündlich überliefertes Recht. Für Strafrechtsfälle andererseits gilt geschriebenes, nach französischem Vorbild aufgebautes Recht.