Das Gebiet Afrikas, zu dem heute Kenia dazugehört wurde schon vor mehr als vier Millionen Jahren von Vorfahren der Gattung Homo besiedelt. Bereits ab dem 9. Jahrhundert wurden Städte an der Ostküste Afrikas erbaut und schon im 15. Jahrhundert kamen portugiesische Schiffe nach Ostafrika. Noch heute stehen in Kenia berühmte Ruinen, die sich bis auf ein Alter von über 1000 Jahren datieren lassen.

Die kenianische Kolonialgeschichte begann 1885 mit der deutschen Besatzung von Witu. 1890 wurde diese in einem Vertrag an Großbritannien abgegeben. Anfang des 20. Jahrhunderts rief die Regierung Britisch-Ostafrika als Protektorat aus und 1920 wurde Kenia offiziell als britische Kolonie deklariert. Nach Aufständen angefangen 1952, fanden 1957 die ersten Wahlen statt. 1963 wurde Kenia schließlich unabhängig. Es galt ein Einparteiensystem mit dem ersten Präsidenten der Republik, Jomo Kenyatta, an der Spitze. Erst 1992 begannen aufgrund des Drucks Europas und den USA erste Demokratisierungsprozesse und die Eröffnung eines Mehrparteiensystems. Dennoch bleibt die Politik ein heftig umstrittenes Thema in Kenia.