Nach der Einnahme vieler Hafenstädte durch Spanien, Portugal und Frankreich und der anschließenden Rückeroberung im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts, kam es 1843/44 zum Krieg zwischen Marokko und Frankreich, in dem die marokkanischen Truppen unterlagen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Marokko dann in Französisch- und Spanisch-Marokko aufgeteilt. Es folgten mehrere Aufstände doch erst unter Sultan Mohammed V. (1927 bis 1961), der im Zweiten Weltkrieg auf Seiten Frankreichs stand, konnte die arabisch-nationalistische Unabhängigkeitsbewegung an Einfluss gewinnen. 1944 bildete sich die „Partei der Unabhängigkeit“ (Al-hizb al-istiqlal). Aufgrund der wachsenden Unabhängigkeitsbewegung kam es vermehrt zu Spannungen zwischen Mohammed V. und der französischen Verwaltung, woraufhin ersterer nach Madagaskar verbannt wurde. Dies führte zu einer Welle der Empörung und Frankreich und Spanien konnten ihren Besetzungsstatus nicht aufrecht erhalten. Mohammed V. kehrte 1955 nach Marokko zurück und das Land erreichte 1956 die vollständige Unabhängigkeit. 1956 nahm Mohammed V. den Königstitel an.