Bereits seit 1956 ist Marokko unabhängig und gemäß der Verfassung eine konstitutionelle Erbmonarchie. Die Amtssprache in Marokko ist arabische, jedoch wird in weiteren Landes- und Bildungseinrichtungen französisch als zweite offizielle Landessprache gesprochen. Die landesinterne Bezeichnung für Marokko lautet: „al- Mamlaka al- Maghribiya, was so viel wie: „Das Land des Sonnenuntergangs“, bedeutet. Marokkos Wahlspruch lautet: „Gott, Vaterland und König“. König Mohammed VI. ist seit 1999 Staatsoberhaupt des Landes. Seine Machtposition beinhaltet den Oberbefehl der Streitkräfte, die Ernennung des Ministerpräsidenten und einzelner Minister und die endgültige Zustimmung des gesamten Kabinetts. Außerdem hat er das Recht, das Parlament jederzeit aufzulösen und den Ausnahmezustand zu verhängen. Anders als europäische Monarchien, hat Mohammed VI. politische Kompetenzen, das politische Tagesgeschäft führt jedoch der Ministerpräsident, welcher seit 2011 Abdelilah Benkirane ist. Seit 1996 setzt sich das Parlament aus der Nationalversammlung und dem Senat zusammen. Die Nationalversammlung kann alle 5 Jahre von marokkanischen Staatsbürgern ab einem Alter von 20 Jahren gewählt werden. Nach französischem Vorbild gibt es eine unabhängige Judikative, es existieren jedoch weiterhin religiös bedingte Familien- und Erbrechte. Der oberste Gerichtshof wird vom König ernannt.

Das marokkanische Königshaus ist die letzte muslimische Dynastie, die eine traditions- und gleichzeitig gegenwartsverbundene Anwendung des Prinzips des weltlichen Herrschaftsanspruchs anwendet. Die Abstammung des Königs vom Propheten Mohammed wird jedes Jahr in den Zeitungen publiziert. Für viele Marokkaner gilt der König als heilig.