1861 begann die Kolonialisierung Nigerias durch Großbritannien und knapp 100 Jahre später erhielt Nigeria die Unabhängigkeit und gründete mit einer föderalen Verfassung die I. Republik. 1967 übernahm nach zahlreichen inneren Unruhen das Militär die Macht und beendete die I. Republik. Es folgten mehrere, teilweise brutale Militärdiktaturen, insbesondere die Abacha-Dikatur, die zum Ausschluss Nigerias aus dem Commonwealth of Nations führte. Erst 1998, nach dem Tod Abachas wurden Demokratisierungsprogramme durchgezogen und 1999 wurde Olusegun Obasanjo als erster Präsident der mittlerweile IV. Republik vereidigt. Nigeria gelang es, sich wieder als Mitglied in die internationale Staatengemeinschaft zurückzuführen und einige der Schäden der Militärdiktaturen zu beseitigen. Doch bis heute dauern innenpolitische Unruhen an. Staatsoberhaupt und gleichzeitig auch Regierungschef ist seit wenigen Wochen Muhammadu Buhari. Er löste Goodluck Jonathan ab, der vier Jahre lang zuvor das höchste Amt in Nigeria besetzt hatte. Der Wahlspruch, der in Nigeria seit der Unabhängigkeit das Banner des Landes ziert, lautet: „Einheit und Glaube, Friede und Fortschritt“.