Magda Tedla, geboren 1981, ist bald seit 2 Jahren selbstständig mit ihrer Unternehmung Magda‘s Food Programme. Im Zentrum steht für sie die gesunde Ernährung und Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Ihre Intention hierbei: Mit eigenem Wissen und Können die Welt verbessern und Wissen operativ weitergeben.

 

Was machst du mit Magda’s Food Programme? Was bezweckst du mit diesem Konzept?

 

 „Mir geht es ganz stark darum, dass ich eine Veränderung herbeiführen kann.“

 

Magda will für Kinder eine wichtige Grundlage für ihre spätere Ernährungsweise legen. Sie führt ein Ernährungsbildungsprogramm, was sich hauptsächlich an Kindergärten und Schulklassen richtet. Hierbei besucht sie die Bildungseinrichtungen und Klassen etwa einmal pro Woche, um mit ihnen gemeinsam zu kochen. Hierbei werden die Rezepte mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam entwickelt und besprochen, um ein Verständnis sowie Bewusstsein für gesunde Ernährung zu fundieren. Es handelt sich um ein langfristiges Konzept, um ebenso langfristige Wirkungen zu erzielen und eine interkulturelle und gesunde Küche im Bewusstsein der Kinder zu etablieren. Demnach kocht Magda in ihrem Programm Gerichte aus allen Kulturen und Ländern in hauptsächlich gesunden Varianten. Das heißt, sie kocht beispielsweise ohne Weizen, dafür aber sehr bunt, mit viel Obst und Gemüse.

 

Neben der Ernährungsbildung an Kindergärten und Schulen, die durch ihre Regelmäßigkeit die Bewusstseinsentwicklung fundieren, bietet Magda ebenfalls einmalige Workshops für junge Erwachsene sowie Erwachsene oder Eltern und Kinder gemeinsam an, um eine Basis für gesunde Ernährung zu setzen. Außerdem hat sie ein Catering etabliert, welches sich zufällig durch ihre Social Media Präsenz entwickelte.
Hier versorgt und verwöhnt sie ihre Kunden hauptsächlich mit der afrikanischen Küche.

 

Die afrikanische Küche an sich sowie das Einbinden diverser Kulturen ist generell und vor allem auch in Schulen und Kindergärten sehr hilfreich, da die Kinder die unterschiedlichsten Wurzeln haben und sich dadurch akzeptiert fühlen, sagt Magda.

 

 

„Dass sie ein Rezept zu Hause nachkochen wollen, eine gute Resonanz, das ist genau das, was ich hören will, dann habe ich meinen Job erfüllt.“

 

Magda möchte wachsen und so viel Verständnis und Wissen verbreiten wie sie nur kann. Sie hatte schon immer den Wunsch, eine lehrende Funktion einzunehmen und den Menschen etwas weiterzugeben, vor allem denen, die noch etwas abhängig in der Gesellschaft existieren und stark von äußeren Einflüssen und Erziehung geprägt sind. Für sie knüpft die richtige Ernährung sowie das Verständnis für Kulturen im Alltag an.
Ihr Food Programme hat sich mittlerweile auf drei weitere (ausgeblidete) Mitarbeiter neben Magda ausgeweitet, die auch Kurse an Bildungseinrichtungen übernehmen.

 

 

„Essen ist immer etwas Positives und öffnet viele Konversationen.“

 

In Magdas Konzept steht die Aufklärung im Fokus. Durch gemeinsames Kochen ist es ihr möglich, Aufklärung zu betreiben. Diese reicht über die Aufklärung über gesunde Ernährung weit hinaus. Auch das Verständnis für verschiedene Kulturen und Menschen wird entwickelt.

 

Das Essen wird hierbei zum positiven Darstellungsmittel für Kulturen und gibt die Möglichkeit verschiedene Kulturen, Gewohnheiten und Bräuche zu erklären und zu verbinden. Durch die vorhandene Diversität an Speisen sowie Kinder mit unterschiedlichen Wurzeln entsteht ein bunter Mix an verschiedenen Gerichten aus unterschiedlichen Kulturen. So finden sich alle Menschen und Kulturen in ihren Speisen wieder und eine kommunikative Aufklärung durch direkte und offene Konfrontation, um gegen Rassismus und Diskriminierung anzugehen, kann stattfinden. Durch das Essen beschäftigen sich die Menschen mit der eigenen sowie mit fremden Kulturen, diese können durch Speisen gelebt und weitergegeben werden.

 

 

Wie stehst du zur Selbstständigkeit?

 

„Durch die Selbstständigkeit kann ich die Veränderung herbeiführen, die ich herbeiführen möchte.“

 

Für Magda war der Schritt zur Selbstständigkeit ein sehr mutiger, dennoch war sie sich sicher, dass sie diesen braucht, um wirklich das tun zu können, was sie möchte. So war ihr die Selbstständigkeit, eine positive Entwicklung der Welt, selbst ein positiver Einfluss zu sein und den Menschen zu helfen viel wichtiger für sie als der eigene finanzielle Status oder eine gewisse materielle Sicherheit.

 

Nach lediglich einem Testlauf, mit dem sie sofort auf eine positive Resonanz stieß, fing sie an ihr Food Programme kaum vorbereitet und von klein auf aufzubauen, um gänzlich für das zu stehen, wofür sie stehen möchte.

 

 

Welche Ziele verfolgst du?

 

„Das ist auch etwas, was ich mir die ganze Zeit schon wünsche – vor Ort in afrikanischen Ländern etwas zu schaffen, den Menschen durch Wissensvermittlung und Aufzeigen von Möglichkeiten, sich dort vor Ort selbst zu helfen.“

 

Magdas Hauptziel ist, die Reichweite ihres Konzepts auszuweiten. Sie möchte die Entwicklung von so vielen Menschen, Kindern und Jugendlichen, wie möglich beeinflussen.
Hierzu zählt auch ihr Ziel, das Projekt in Afrika zu verbreiten. Dafür möchte sie ihre Projekte in Afrika anbieten und dort durch den Wiederaufbau von Äthiopien und Eritrea, ihrem eigenen Herkunftsland, in das Bildungssystem eingreifen und in den Städten und Schulen vor Ort ihr Programm einführen. Sie möchte Menschen vor Ort ausbilden, sodass diese ihr Konzept weitergeben und ebenfalls ein Bewusstsein für Ernährung verbreiten können.

 

Außerdem möchte sie weiterhin Afrika repräsentieren sowie die Vielfalt der Kulturen und Verständnis sowie Akzeptanz verbreiten.

 

Magda ist bereits dabei, ihre Workshops und Klassen mehr und mehr an ihre Mitarbeiter abzugeben, sodass sie dann ihr Konzept an und für sich und somit die Reichweite dessen verbreiten kann, statt eigene Kurse zu geben.

 

 

Wo hast du Kochen gelernt?

 

„Meine Mutter ist eine hervorragende Köchin.“

 

Kochen gelernt hat Magda durch ihre Mutter, die selbst eine sehr gute Köchin ist und dadurch Magda sehr gefordert hat. So hat sie von klein auf viel mitbekommen und gelernt, aber auch ihr Studium im Fach der Ökotrophologie (Ernährungswissenschaften) hat ihr Interesse und Wissen ausgebreitet.

 

„Es war mein Traum einfach mal alles zu kochen und zu probieren und auszuprobieren und dann habe ich einfach damit angefangen.“

 

So versucht Magda stets gesunde Varianten von Rezepten der ganzen Welt zu finden und zu entwickeln sowie Klischees zu überwinden, zu berichtigen und durch ihre gesunden Varianten schlichtweg aufzuklären.

 

 

 

Welchen Bezug hast du zur afrikanischen Kultur?

 

 „Die Kultur wurde mir immer weitergegeben, die Kultur wird gelebt.“

 

Durch ihr Programm und ihre Küche vertritt Magda gerne und stolz die afrikanische Küche. Ihre eritreischen Wurzeln spielen in ihrem Alltag stets eine Rolle, die Kultur Eritreas liegt ihr sehr nahe. So besuchte sie Eritrea sehr oft, verbrachte dort auch einige Zeit und möchte dies in Zukunft auch wiederaufnehmen.
Dies ist ihr sehr wichtig, da die Welt und die unterschiedlichen Kulturen für sie heutzutage nicht mehr so leicht verwurzelt sind, wie sie es waren, als sie aufwuchs. Die Frage nach dem Ich und der Herkunft erwischt die Kinder viel früher, worin Magda auch ihre Arbeit begründet.
Durch ihre eigenen Wurzeln, ihre Offenheit und ihr Programm, das weit über die Ernährungsbildung hinausgeht, ist es ihr möglich über verschiedene Kulturen sowie Unterschiede zwischen Kulturen aufzuklären und die Menschen der Zukunft, Kinder und Jugendliche, auf eine Art zu erreichen, einen Bezug sowie Akzeptanz von anderen Kulturen herbeizuführen.

 

Hier geht’s zu Magda’s Food Programme!

Healthy & Tasteful Knowledge

www.magdasfoodprogramme.com

Instagram: magdasfoodprogramme

Facebook: MagdasFoodProgramme, Magda Tedla