Vor wenigen Wochen eröffnete MoneyGram Germany seine neuen Büroräume in der City von Frankfurt am Main. Für diesen Anlass war auch der CEO MoneyGrams, Alex Holmes, aus Dallas, USA angereist. In diesem Rahmen hatten wir die Gelegenheit, ihn zu seinen Ansichten zum Afrikanischen Kontinenten und MoneyGrams Aktivitäten im Bereich Social Responsibility zu befragen.

 

1. In Zeiten der Flüchtlingskrise werfen die Medien und Communities manchen Unternehmen vor, dass sie die Krisensituation für ihre Zwecke auszunutzen. Was haben sie dazu zu sagen?

Zuallererst denke ich, dass wir jedes Mal, wenn eine Krise auftritt, seien es Kriege, Hunger oder Wetterereignisse, unser Bestes tun um in diesen Situationen zu helfen. Wenn es zu großen Zerstörungen kommt, können wir dazu beitragen, dass benötigtes Geld schnell und kostenfrei in die Krisengebiete transferiert werden kann. Das großartige an unserem Geschäft ist, dass wir überall über lokale Partner verfügen und so dabei helfen können, die Infrastruktur und Geschäfte so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen. Zum Thema Migration: unser Geschäft basiert auf Menschen, die von Land A in Land B gehen und wenn wir darin nicht partizipieren und global operieren würden, würde unser Business nicht viel Sinn machen. Wir arbeiten ausschließlich im legalen Rechtsrahmen, wir ermutigen die Menschen nicht zu illegaler Migration und ich verstehe sicher die Komplexitäten und Herausforderungen, die Regierungen bewältigen müssen, wenn sie mit einem großen Anstieg der Bevölkerungszahl konfrontiert sind. Sie müssen sich um die Migranten kümmern, diese kosten aber wiederum auch Geld und haben nicht das Recht, zu arbeiten und somit zum gesellschaftlichen Geschehen beizutragen. Sie müssen auch die entsprechenden Möglichkeiten bekommen, sich so gut integrieren zu können, wie möglich.

Ich glaube, dass es niemals eine Möglichkeit gibt, selbst Profit aus einer Notsituation zu ziehen, denn die Menschen brauchen Geld, mehr noch: sie brauchen Bargeld. Dieses Geld schnell und kostengünstig in ihre Hände zu bekommen ist ein sehr einzigartiger Service und wir sind nicht darauf aus, unsere Gebühren zu erhöhen. Ich denke, dass wir viel dafür tun, um diese Communities zu unterstützen

 

2. Wie wichtig ist der afrikanische Kontinent für MoneyGram und wie sehen Sie seine Zukunft?

Natürlich ist dieser sehr wichtig für uns. Er ist ein großer Kontinent mit fast 30.000 MoneyGram Standorten im Moment. Wir operieren in jedem Land außer Somalia, das eine Herausfordung im Bereich Regulierung und Sicherung darstellt. In den letzten Jahren hat sich der schwarze Kontinent sehr verändert. Er wurde nicht nur zu einem wichtigen Empfänger-, sondern auch ein genauso wichtiger Sendemarkt. Die Mehrheit des Geldes geht entweder zurück nach Westeuropa oder nach Südasien und die USA. Trotz seiner bewegten Geschichte geht es in Afrika im Bereich Wachstum weiter voran obwohl es in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen in verschiedenen Ländern gab. Wir haben im Moment vier große Büros auf dem Kontinent. Unser Headquarter liegt in Marokko, aber wir operieren auch in einem großen Büro in Lagos, das ich vor ein paar Monaten besuchen durfte. Wir bewegen derzeit viel im Bereich „mobiler Geldtransfer“ und arbeiten mit verschiedenen Handyanbietern zusammen um den Fokus nicht nur auf die herkömmlichen Geldtransferservices zu legen. Auch der Bereich „Kontoservices“ steht bei uns ganz oben auf der Liste, denn so können die Sender Geld auf die Konten ihrer Familien und Freunde schicken, ohne selbst eines beispielsweise in Deutschland zu besitzen. Als neuester Service kann nun seit Juli auf moneygram.de auch online Geld nach Nigeria gesendet werden.

 

3. Betrachtet man das große finanzielle Engagement Ihres Unternehmens für die verschiedenen Communities, stellt sich Frage: was tun oder planen Sie noch, um Ihre soziale Verantwortung auszubauen?

Worauf wir am stolzesten sind, ist unsere MoneyGram-Stiftung. Wir haben in den letzten Jahren mehr als 70 Stipendien in 36 unterschiedlichen Ländern vergeben um die Bildung zu stärken. Wir denken, dass fast jeder, der Geld nach Hause schickt, dies tut, um das Leben von irgendjemandem zu verbessern und oftmals sind Bildung und bessere Chancen für deren Kinder am wichtigsten. Wir versuchen damit, einen Teil des Geldes, das wir verdienen, zurückzugeben. Es ist eine großartige Organisation, die so vielfältig ist, wie MoneyGram selbst und ich kann nur jedem ans Herz legen, sich über unsere Projekte auf moneygramfoundation.org zu informieren.