Femi Anikulapo Kuti ist der älteste Sohn des „King of Afrobeat“ Fela Kuti. Er wurde 1962 in London geboren und wuchs in Lagos auf. Seine musikalische Karriere begann im Alter von 15 Jahren, als er in der Band seines Vaters, Egypt 80, anfing, zu spielen. 1986 gründete Femi seine eigene Band Positive Force. Er wurde von seinen Schwestern Yeni und Sola unterstützt und begann sich so als Künstler unabhängig von seinem Vater zu etablieren.

Heute ist Femi Kuti das Herz und die Seele des modernen Afrobeats. Nachdem sein Vater Fela Anikulapo-Kuti den Stil mehr oder weniger kreiert hatte – eine Mischung aus traditionellen nigerianischen Schlagzeugrhytmen, dem glatten Groove von amerikanischem Soul, Funk und R & B -, inspirierte er die Menschen mit eindringlichen Dance-Beats und politischen Songtexten. Afrobeat bewegte mehrere Generationen von Musikern in Nigeria und auf der ganzen Welt, um Musik als Waffe einzusetzen, und für Gerechtigkeit und Freiheit zu kämpfen. Femi und seine Band Positive Force stehen an vorderster Front dieser Bewegung und treiben kontinuierlich die Entwicklung der Musik voran, indem sie dem Sound einen Hauch von Punk und Hip-Hop zufügen, während sie ihre traditionellen Wurzeln und politischen Botschaften beibehalten.

Wenn er in Nigeria zu Hause ist, spielen Femi und seine Band im The Shrine, dem Dancehall- und Konzertraum, dessen musikalische Leitung er auf Wunsch seines Vaters übernahm. Der Club ist ein Treffpunkt für alte und neue Fans, ein Treffpunkt für Aktivisten und Tänzer.

Mit dem neuen Album One People, One World (Knitting Factory Records / 2018) kehrt Femi zu den afrikanischen Wurzeln der Musik zurück. Ein Hauch von Reggae, Highlife, Soul, R & B und anderen Aromen aus Afrika, der Karibik und Afroamerika fließen in dem Album mit ein. Diese Einflüsse lenken jedoch nicht von Femis unverkennbarem Sound ab.

Wie sein Vater hat sich Femi während seiner gesamten Karriere stark für soziale und politische Zwecke eingesetzt und kämpft weiter für ein freies und faires Nigeria.