Starke Regenschauer führten dazu, das der Niger und der Benue über das Ufer traten und somit eine große Überflutung im Südwesten und im Zentrum von Nigeria verursachten. Die Regierung erklärte die Flut zu einem nationalen Katrastrophenfall!

Die Flut, die bereits letzte Woche begann, tötete um die 100 Menschen, tausende mussten ihre Heimat verlassen. BBC Africa berichtete, dass besondern die ländlichen Gebiete betroffen seien.

Nigerias Katastrophenschutz hatte in vier Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Zu den Katastrophengebieten gehören Kogi, Niger, Anambra und Delta. Laut den Sahara Reporterssind mehr Schauer und Platzregen zu erwarten. Den New York Times nach hat Präsident Muhammadu Buhari 8,2 Millionen Dollar bereitgestellt, um die betroffenen Regionen zu unterstützen. Insgesamt seien zwölf nigerianische Bundesstaaten betroffen: darunter noch Kwara, Benue, Adamawa, Taraba, Kebbi, Bayelsa, Edo und Rivers. Die Lage dieser Staaten steht Medienberichten zufolge unter Beobachtung. Nigeria State soll es am schlimmsten getroffen haben, ungefähr 40 Leute starben, Anwohner werden aus ihren Häusern evakuiert und in Notunterkünften untergebracht. In Anambra allein sollen 28 Camps erreichtet worden sein. Laut den Economic Times sollen bereits etwa 30000 Menschen auf der Flucht sein.

Vergleichbare Überschwemmungen sind in Nigeria während der Regenzeit keine Seltenheit, sie kommen aufgrund der schlechten Infrastruktur leider jährlich vor. Bevölkerungswachstum, fehlende Ableitungskanäle und verstopfte Abflussöffnungen seinen Auslöser für die zusammenfallende Infrastruktur. Letztes Jahr im September wurde die Zahl der Menschen, die bei einer Flut in Zentralnigeria, besonders in Benue, ihre Häuser verlassen mussten auf 100000 geschätzt.

Der aktuelle Wasserstand läge nah an dem der Flut 2012, bei dem Millionen von Nigerianern gezwungen waren, ihr Zuhause zu verlassen. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. In Lagos, der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes und des Kontinentes, werden Straßen jedes Jahr während der dreimonatigen Regenzeit zu Flüssen und die Abwasserkanäle und Ablaufsysteme werden überwältigt von den Platzregen.

Viele Nigerianer haben ihre Unzufriedenheit angedeutet, was die Präsenz der Flut in den Medien angeht, besonders wenn man sie mit der Aufmerksamkeit der nationalen und internationalen Medien in Bezug auf den Hurricane in Florence, North Carolina, vergleicht.

Verschiedene Hilfsorganisationen unterstützen die Menschen in Nigeria und sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Spenden Sie jetzt beispielsweise an Enyiduru Projekt Nigeria e.V., Maltester International  oder Mission 21.