Sie ist der Shooting-Star der Afrofusion-Szene – die Kenianerin ‚Gal Dee‘. Seit 2015 lebt sie in Deutschland und arbeitet an ihrem großen Traum von einer großen Karriere. Im Interview mit dem afrika! Magazin erzählt sie über ihre Inspiration, ihre ersten Schritte im Musikbusiness und mit wem sie gern einmal auf der Bühne stehen möchte.

 

  1. Wo bist du geboren? Wie sehr haben dein Geburtsort und deine Erziehung deine Musik beeinflusst?

Ich bin in Mombasa, Kenia geboren. Mein Geburtsort hat meine Musik hauptsächlich sprachlich beeinflusst, denn ich singe in Swahili, der Landessprache Kenias. Ich versuche zwar in letzter Zeit auch immer mehr Englisch in meine Songs einfließen zu lassen, aber Swahili ist für mich einfach die Sprache der Verliebten, und darum geht es bei meinen Songs meistens.

 

  1. Welche Musik hast du als Kind am Liebsten gehört?

Als Kind stand ich sehr auf Jamaica Riddims, vor allem von Ce’Cile und Alaine Laughton, später entdeckte ich die Zouk-Musik für mich und da bin ich dann auch hängen geblieben bis heute.

 

  1. Was war der Grund für dich anzufangen, Musik zu machen? Gab es einen bestimmten Grund, warum du angefangen hast deine eigene Musik zu schreiben?

Es war definitiv nichts Geplantes. Ich habe schon immer gerne gesungen, auch früher in der Schule auf Veranstaltungen und für meine Freunde in der Freizeit. Ein Freund von mir besitzt ein Studio und ich ging ihn besuchen. Während ich also bei ihm im Studio saß und seine Instrumentals durchhörte, fiel mir eins besonders auf und ich hatte einfach so eine Idee für einen Song. Also habe ich zu ihm gesagt: Gib mir Stift und Papier, ich will etwas aufschreiben. Er fand den Text klasse und wollte, dass ich ihn aufnehme, also wir das noch am selben Tag gemacht. Er hat dann den Song fertig gemixt und die Leute in meiner Nachbarschaft waren total begeistert. Ich habe mir nicht wirklich viel dabei gedacht, aber eines Tages bekam ich dann einen Anruf von einem Radio-Moderator des nationalen Radiosenders Radio Maisha in Kenia und er meinte, der Song sei gerade auf Nummer 2 im Countdown und fragte, ob ich noch mehr Songs habe und den Song für die Zuhörer singen könne. Ich weiß bis heute nicht, woher er den Song und meine Nummer hatte, aber es war super. Von da an fühlte ich, dass ich meine eigene Musik machen möchte.

 

  1. Wie würdest du deine eigene Musik beschreiben?

Meine Musik ist sehr gefühlvoll, einfach voller Liebe. Es geht zwar immer auch ein bisschen um die Probleme in der Liebe, aber meine Message ist eindeutig, dass sich die Menschen mehr lieben, sich mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen und aufeinander vertrauen sollen. Wenn diese Grundlage da ist, übersteht man jeden Sturm, egal ob in einer Partnerschaft, in der Familie oder zwischen Freunden.

 

  1. Was war dein bisher bester Auftritt?

Mein bester Auftritt war dieses Jahr in Hamburg auf der Ersten Kizomba-Salsa-Schiff Party. Die gesamte Party hat auf einem Mississipi-Dampfer im Hamburger Hafen stattgefunden und das Schiff war innen wie ein Ballsaal ausgebaut. Das Publikum war sehr gemischt und es herrschte eine großartige Atmosphäre.

 

  1. Wenn du die Chance hättest, mit einem Künstler deiner Wahl auf der Bühne zu stehen: Welcher wäre das und warum?

Ich würde sehr gerne mit Tekno aus Nigeria performen, denn er ist in meinen Augen ein sehr guter Live-Künstler und bringt eine Menge Energie mit auf die Bühne.

 

  1. Wenn es eine Sache gibt, die Menschen über dich wissen sollen, was wäre das?

Ich bin ein sehr liebevoller Mensch und möchte, dass es den Menschen um mich herum gut geht, dass sie glücklich sind. Dieses Gefühl möchte ich auch jedem mit meiner Musik vermitteln.

 

Wir bleiben dran!

Hier könnt ihr in ihren aktuellen Song “Nipende” reinhören!