„Popmusik, gesungen von einer Soulstimme“ – so beschreibt der Berliner Kingsley Q seine Musik. Ein Leben ohne ist für ihn unvorstellbar geworden. Jetzt hat der aufstrebende RnB/Pop-Musiker seine erste Single veröffentlicht. Im Gespräch mit dem afrika!-Magazin verriet er u.a. seine musikalischen Vorbilder.

Seine erste Single ist gerade erst auf dem Markt, da arbeitet Kingsley Q schon fleißig an seiner ersten EP. Der Berliner mit ghanaischen Wurzeln will beweisen, dass er neben Popballaden wie „When she sings“ auch das Zeug für schnellere Nummern hat. Kingsley hat sich auf seinen Karrierestart gut vorbereitet. Zwei Jahre besuchte er die ACADEMY, eine Bühnenkunstschule in Berlin Kreuzberg. Ein Musikvideo für seine Single „When she sings“ wurde bereits produziert und erzählt eine sehr komplexe Geschichte: „Wir wollten im Video nicht die typische „Ein Mann trifft eine Frau, die sein Leben komplett verändert“-Geschichte behandeln, weil sie so normal ist. Wir wollten etwas Dramatisches und Mystisches einbringen“, betont Kingsley. Sein Video zeigt einen Krankenhauspatienten, der durch Injektionen das Gefühl bekommt, sein Leben im Griff zu haben. „Die Frau, die im Song beschrieben wird, ist quasi die Spritze“, erklärt Kingsley schmunzelnd. Er ist sich sicher: Videos, die sich von der Masse abheben, sind für neue Künstler wie ihn besonders wichtig. Er habe das Glück gehabt, von einem professionellen Produzententeam begleitet worden zu sein, das genau wusste, was es tat.

Worauf kommt es an?

Musik ist Kingsleys große Leidenschaft, ein Leben ohne unvorstellbar. Schon in seinen Kindertagen war sie in seiner Familie allgegenwärtig. So hat er auch von seiner Cousine, der „The Voice of Germany“-Gewinnerin Ivy Quainoo viel gelernt: „Sie hat mir viel über die Eigenheiten des Musikbusiness erzählt. Für mich käme es aber nicht in Frage, an einer Castingshow teilzunehmen. Um im Business bestehen zu können, muss man sich vieles selbst erarbeiten, eigene Erfahrungen machen und kämpfen. Den 16-20 jährigen Teilnehmern einer Castingshow werden viele Schritte vorweg genommen, sodass sie hinterher nur selten als Musiker bestehen können. Es gibt für ihn nichts Schöneres als Menschen mit seiner Musik zu beeindrucken, bei ihnen Gänsehaut zu erzeugen oder sein Publikum auch mal zu Tränen zu rühren. In jüngeren Jahren wollte Kingsley eigentlich tanzen wie sein großes Vorbild Michael Jackson. Doch irgendwann konzentrierte er sich mehr auf das Singen. Letztendlich habe er dafür auch immer mehr Zuspruch und Bestärkung erhalten, gibt er zu. Zum Beispiel auf seine youtube-Covers. Der Mannheimer Mic Donet wurde auf ein Live-Cover seines Songs „Losing you“ aufmerksam und teilte den Post mit den Worten: „Mein Song ‚Losing you‘! Der junge Kingsley hat’s echt gut gemacht!“.

Große Vorbilder

Neben Michael Jackson schaut der 22-jährige auch zu Künstlern wie Kwabs, Craig David und Ne-Yo auf. Von der Chance, irgendwann einmal mit Rihanna zu arbeiten, träumt er, aber auch eine Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Musikern wie Xavier Naidoo oder Cassandra Steen reizt ihn. Mit Lampenfieber hat er aktuell weniger Probleme als noch bei seinen ersten Auftritten. Wobei er zugibt, bei Auftritten vor kleineren Gruppen aufgeregter zu sein als vor einem großen Publikum: „Ich sehe die Menschen aus der Nähe und denke, jetzt muss ich Gas geben. Bei einer großen Menschenmenge konzentriere ich mich und sing dann einfach“. Wer Kingsley Q live sehen will, folgt ihm am besten bei Facebook, um über Auftritte informiert zu bleiben. Seine erste EP mit fünf Songs erscheint in der zweiten Jahreshälfte. Das Berliner Produzententeam, mit dem er zusammenarbeitet, hat bereits Sarah Connor und Adel Tawil zum Durchbruch verholfen – man kann also gespannt sein.

Hier könnt ihr in seine aktuelle Single “When she sings” reinhören!