Seit acht Jahren zeichnen die African Youth Education Awards junge Afrikaner aus, die in Deutschland ein Studium beginnen oder eine Ausbildung abgeschlossen haben. Momentan wird die Auszeichnung im Bundesland Hamburg verliehen. Desmond John Beddy ist Leiter und Koordinator der African Youth Education Awards und hat mit uns über das Projekt gesprochen. MoneyGram ist einer der Unterstützer des Awards.

 

 

Guten Tag Herr Beddy. Können Sie uns zunächst erklären, worum es bei den African Youth Education Awards genau geht?

Es geht um Bildung, Bildung und Bildung. Das bedeutet, dass wir junge erwachsene Afrikaner in Deutschland motivieren wollen, hier eine Ausbildung zu machen oder ein Studium zu beginnen. Denn daraus folgt dann eine bessere Integration und eine bessere Möglichkeit, einen Job zu finden, und damit dann eine bessere Lebensqualität. Auch Deutschland kommt das zugute, da der Staat dann mehr Steuern erhält. Dort, wo wir herkommen, ist Bildung ein Privileg und sehr teuer. Hier in Deutschland kann hingegen jeder studieren, der das Zeug dazu hat. Deshalb wollen wir der jungen Generation diesen Weg zeigen, damit sie ein gutes Leben haben.

 

Wer kann sich bewerben?

Wir fördern Menschen mit afrikanischem Hintergrund, die in Deutschland wohnen. Aus welchem afrikanischen Land du kommst, ist egal. Auch wenn die Oma deiner Oma Afrikanerin war, hast du afrikanische Wurzeln. Du oder deine Eltern müssen dafür nicht in Afrika geboren sein. Außerdem solltest du dein Studium in Deutschland begonnen haben oder eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

 

Wie viele junge Erwachsene werden jährlich ausgezeichnet?

Es werden immer mehr Bewerbungen. Am liebsten würden wir alle auszeichnen, denn sie alle verdienen es, gefeiert zu werden. Aber leider haben wir nicht genug Sponsoren dafür. Deshalb zeichnen wir jährlich 10 junge Erwachsene aus. Es geht bei uns nicht darum, wer am besten ist. Jeder verdient Anerkennung, und jeder sollte sie bekommen.

 

Was erhalten die Gewinner?

Es geht nicht darum, zu gewinnen. Es geht uns darum, jeden einzelnen zu feiern. Deshalb steht die Anerkennung im Zentrum. Es geht darum, zu sehen: Der ist Afrikaner und Rechtsanwalt, dieser ist Afrikaner und Arzt, dieser ist Afrikaner und ein Professor. Die Jugendlichen erkennen: Das kann ich auch schaffen! Und das motiviert sie. Außerdem bekommen sie ein Zertifikat und ein Tablet geschenkt. Aber dieses Geschenk steht nicht im Vordergrund.

 

Stehen Sie noch mit den Preisträgern der letzten Jahre in Kontakt?

Ja, haben wir, denn wir begleiten sie dann auch auf den nächsten Schritten. Einige müssen erkennen: Es ist einfacher, anzufangen zu studieren, als es dann tatsächlich durchzuziehen. Deshalb ist es unser Ziel, auch bei Schwierigkeiten die Preisträger zu unterstützen und mit anderen Leuten zu vernetzen. Dafür benötigen wir jedoch noch mehr Spenden und mehr Kapazitäten.

 

Der African Youth Education Award findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Was für eine Entwicklung haben Sie innerhalb dieser Jahre gemacht?

Mittlerweile ist der Saal, in dem die Preisverleihung stattfindet, zu klein geworden, weil so viele Leute kommen. Es ist also eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Unser Ziel ist es, sie in  ganz Deutschland zu etablieren. Als ersten Schritt in diese Richtung finden die African Youth Education Awards nächstes Jahr auch in Kiel statt. Wir haben außerdem Gespräche mit Nordrhein-Westfahlen, München und Berlin. Danach wollen wir langsam auch die anderen Bundesländer dazu nehmen.

Mehr Informationen und das Anmeldeformular zu den African Youth Education Awards gibt es hier:
www.ayeawards.de/
www.facebook.com/ayeawardsgermany/

Bei Anfragen aller Art steht Desmond John Beddy gerne zur Verfügung unter:
+49 17632140550