Die Umwelt schützen und gleichzeitig den Ökotourismus fördern. Ismael Essome Ebone macht das. Der 28-jährige Kameruner fand beim Bau von Fischerbooten eine einzigartige Technik, um Plastikmüll zu recyceln.

 

Ecoboats – Boote aus Plastik

Dabei sammelt er Plastikflaschen verschiedener Formen und Größen. Danach bindet er sie mithilfe von Schnüren aneinander.  So kann er Boote verschiedener Größen herstellen. Anschließend werden diese für den Tourismus und die Fischerei verwendet.

 

Der Verein “Madiba and Nature”

Laut Ismael Essome Ebone werden die “Ecoboats” dazu beitragen, die Umweltverschmutzung durch Kunststoffflaschen zu reduzieren. Vor allem in Stadtgebieten, Gewässern und Stränden. Außerdem inspirierte sein Projekt auch andere Jugendliche. Sie gründeten 2016 einen Verein namens „Madiba and Nature“.

Ebone arbeitet mit anderen Jugendlichen zusammen, um Boote herzustellen. Diese tragen zur Förderung der nachhaltigen handwerklichen Fischerei und des Ökotourismus bei. Indem sie umweltfreundliche ökologische Kanus für die Nachbargemeinden zur Verfügung stellen, leisten sie damit ihren Beitrag.

 

 

Großteil des Plastiks landet in Rinnen, Büschen und Flüssen

Weniger als zwei Jahre nach dem Start von Madiba und Nature arbeiteten die Jugendlichen in Kamerun mit einer 250-köpfigen Gemeinde zusammen. Dadurch konnten sie den Einsatz von den Ecoboats im Fischereisektor und im Ökotourismus schrittweise fördern.

Ismael Essome studierte 2016 an der University of Douala Umweltmanagement und Naturressourcen. Dort stellte er fest, dass ein Großteil der Plastikflaschen als Abfall in Rinnen, Büschen, Flüssen und anderen Wasserkörpern enden.

Das Projekt “50 Fishermen”

Madiba and Nature hat ein Projekt namens “50 Fishermen” mit 50 Ecoboats bis 2018 ins Leben gerufen, um die Fischerei zu betreiben.

Das Ecoboats-Projekt wurde unter anderem mit folgenden Preisen ausgezeichnet:

  • Wissenschafts- und Technologiepreis von „Genius and Talent of Cameroon“
  • Preis der SAWA-Weltbewegung für innovatives Umweltprojekt 2018
  • “Best Economic Track Innovative Project” von dem UN-Umweltprogramm

 

Die Herausforderungen

Trotz der Auszeichnungen steht das Projekt immer noch vor finanziellen Herausforderungen. Dem Verband fehlen die Mittel zum effizienten Sammeln von Kunststoffflaschen in Douala, der Wirtschaftshauptstadt Kameruns. Weil es an Sammel- und Transportmechanismen fehlt. Das Fehlen von Öko-Abfalleimern stellt auch eine Herausforderung dar.

Auf der Welt werden pro Minute rund eine Million Plastikflaschen verkauft. Angesichts dieser Tatsache sind Initiativen wie die von Ismaël ein guter Schritt, aus bereits hergestelltem Plastik Neues zu schaffen.

 

 

 

 

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