Kingsley Tabot lebt in Hamburg. Fotografie studierte er unter Anderem in New York. Er ist auf vielen wichtigen Events der afrikanischen Diaspora in Deutschland anzutreffen, wo er wunderschöne Bilder macht, die er auf seiner Homepage veröffentlicht und den Veranstaltern zur Verfügung stellt. In Hamburg hat er sein eigenes Studio in dem er Portraits und Bilder für Online-Bildagenturen macht.

 

Kingsley Tabot wurde  für seinen herausragenden Beitrag als Fotograf zur Vernetzung und Dokumentation der afrikanischen Community mit einem “afrika! Community Award”, sponsored by MoneyGram ausgezeichnet.

 

Wir haben mit ihm über seine Arbeit als Fotograf und seine Pläne für die Zukunft gesprochen.

 

Mehr Infos zu Kingsley Tabot und seine Fotografien findet ihr auf: www.tabotgraphy.com
Wer seinen “African Beauties Calendar” 2019 bestellen möchte, kann dies unter info@tabotgraphy.com tun.

 


Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Ich habe eigentlich Jura studiert. Während meines Studiums habe ich meine Leidenschaft für das Fotografieren entdeckt. Was als Hobby angefangen hatte, wurde schnell zu meiner Leidenschaft. In dieser Zeit war ich kurz in Amerika war, habe ich mich beim “New York Institute of photography”  angemeldet. Zurück in Deutschland habe ich die Ausbildung dann online abgeschlossen.
Seither bin ich als Fotograf tätig.

 

Auf deiner Homepage, wo du deine Bilder online stellst sieht man, dass du an vielen afrikanischen Events in Deutschland als Fotograf im Einsatz bist. Wie kam es zu diesem Engagement?
Das hat damit angefangen, dass ich gesehen habe, wie viele afrikanische Veranstaltungen es hier in Hamburg gibt, die kaum ein deutsches Medium fotografiert und darüber berichtet. Dabei ist es wichtig, dass diese Events dokumentiert werden! Ich habe also angefangen verschiedene afrikanische Veranstaltungen zu besuchen und zu fotografieren. Es hat nicht lange gedauert bis die Veranstalter selbst angefangen haben mich zu fragen, ob ich nicht vorbeikommen und Fotos machen könne. Heute bin ich deutschlandweit unterwegs.

 

Wie können Veranstalter dich buchen?
Am Anfang habe ich die Bilder umsonst zur Verfügung gestellt um zu zeigen was ich kann. Ich weiss natürlich, dass nicht alle, die ein afrikanisches Event organisieren über ein großes Budget verfügen. Ganz umsonst kann ich aber natürlich auch nicht arbeiten… Meistens schauen wir gemeinsam, was möglich ist und ich passe mein Honorar dementsprechend an. Da findet man gemeinsam eine Lösung.

 

Afrikanisches Zusammenkommen 2017

 

Africa Youth Education Award in Hamburg 2018

Africa Business Forum in Hamburg 2017

 

Verfolgst du noch weitere Projekte neben deiner Bild-Dokumentation der afrikanischen Festivals, Awards und Tagungen in Deutschland?
Ich habe 2018 meinen ersten „Black Beauties Calendar“ herausgebracht. In Deutschland sieht man in Kalendern oder Zeitschriften fast nur europäische Models. Wenn wir als Afrikaner in Deutschland nicht etwas tun, wird unseren Mädels nur das europäische Schönheitsideal vermittelt. Dabei sollten sie stolz sein auf ihre Herkunft und ihre Schönheit. Ich habe also ein Projekt gesucht, um afrikanische Frauen in Deutschland zusammenzubringen und ihre individuelle Schönheit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Wie hast du deine Models gefunden?
Mein erstes Model fand ich ganz per Zufall. Auf einer afrikanischen Veranstaltung habe ich von Weitem eine junge Frau gesehen, die sehr groß und schön war, also habe ich sie angesprochen und sie gefragt, ob sie Interesse hätte mit mir ein Projekt zu starten. Da sie noch jung war, hat sie natürlich zuerst ihren Vater gefragt. Ich habe dann mit ihm telefoniert und er konnte sich davon überzeugen, dass ich ein professioneller, seriöser Fotograf bin. Sie ist nun auf dem Titelbild meines Kalenders zu sehen. Sie hat ihren Bekannten davon erzählt und ich hatte mit diesen ersten Portraits etwas vorzuzeigen um weitere Models zu gewinnen. Die Begeisterung war groß! Ich hatte plötzlich sehr viele Anfragen! Der Rest ist Geschichte. Das Ergebnis repräsentiert die afrikanische Schönheit, die in Deutschland zuhause ist. Ich hoffe, die Öffentlichkeit wird darauf aufmerksam!

 

Ist für 2019 auch ein „Black Beauties Calendar“ vorgesehen?
Der Kalender für 2019 ist gerade in den Druck gegangen! Leider ist es nicht einfach Sponsoren zu finden, deswegen gibt es vorerst nur eine kleine Auflage. Da ich meinen Models zumindest ein kleines Honorar geben möchte und der Druck im Voraus finanziert werden muss, suche ich weiter nach Unterstützern.
Bestellen kann man den Kalender direkt bei mir: info@tabotgraphy.com

 

 

Du sagst, dass die deutschen Medien sich nicht genug für afrikanische Veranstaltungen interessieren. Warum meinst du, ist das so?
In Zusammenhang mit Afrika, sieht man in den Medien viele negative Beiträge. Über Kriminalität zum Beispiel – da sind die Medien immer schnell in der Berichterstattung. Wenn es aber um afrikanische Veranstaltungen in Deutschland geht, sind die deutschen Medien leider weniger interessiert und kaum je vor Ort. Ich versuche hier auf meine Art und Weise etwas zu leisten, um die vielfältige, afrikanische Kultur in Deutschland etwas sichtbarer zu machen. Meine Bilder lade ich deshalb in verschiedenen Portalen hoch um die afrikanische Kultur in ihrer ganzen Positivität zu zeigen! Es gibt auch immer mehr Leute mit afrikanischen Wurzeln, die zu mir kommen weil sie auch gerne das professionelle Fotografieren lernen möchten. Ich würde mich sehr freuen, wenn es in Zukunft auch mehr Fotografen und Fotografinnen gäbe wie mich, um die lebendige afrikanische Kultur in Deutschland mehr in die Öffentlichkeit bringen.

 

 

Was denkst du über Aktionen wie den „afrika! Community Award“?
Ich finde der „afrika! Community Award“ zeigt, dass MoneyGram ehrliches Interesse an der afrikanischen Community hat. An vielen afrikanischen Veranstaltungen ist mir MoneyGram auch als Unterstützer und Sponsor aufgefallen. Das zeigt, dass MoneyGram der Community etwas zurückgeben möchte. Das finde ich sehr gut.

Kingsley Tabot (rechts) bei der Verleihung der African Community Awards durch Irmgard Breucker, Head of Field Marketing Europe MoneyGram und Andrea Maramotti, Head of Marketing EMEAAP Moneygram