Das Internationale Filmfestival von Brüssel (Festival International du Film de Bruxelles (FIFB)) hat den Film “Burnout” von Noureddine Lakhmari für den besten Spielfilm nominiert.

“Burnout” ist der dritte und letzte Film in der Trilogie, die mit “Casanegra” und “Zero” begann. Er wird beim vierten FIFB vom 18. bis 23. November teilnehmen.

Der Film zeigt die Geschichten von drei Menschen, die in verschiedenen Welten leben und alle von ihrer Position in der Sozial- und Wirtschaftswelt betroffen sind. Der 13-jährige Ayoub arbeitet als Schuhputzer, um seiner Mutter einen Prothesenfuß kaufen zu können. Aida, eine junge Medizinstudentin, arbeitet als Callgirl, entscheidet sich aber letztendlich dafür, sich ihrem privilegierten Kunden zu widersetzen. Jad ist ein reicher Mann, der schnelle Autos liebt und mit seiner Frau ein unglückliches Leben führt.
Lakmari möchte mit dem Film zeigen, dass alle Marokkaner, ob reich oder arm, in demselben Land leben, sich aber nicht wahrnehmen. Es gäbe starke soziale Barrieren zwischen den Reichen und Armen, die Reichen ignorieren die Armen und die Armen hassen die Reichen, erzählt sie der Variety. Wenn man die verschiedenen Gemeinschaften dazu bringen könne, miteinander zu reden, würden sie das Gefühl, im selben Land leben, verstehen. Marokko sei ein wunderschönes Land für Touristen. Es gibt einen König, der Kunst und Kino liebt, für die Regierung sind diese Dinge jedoch nur zweitrangig, da man in Kunst und Kultur investieren müsse. “Aber als Filmemacher sind wir eine starke Kraft und wir werden dafür sorgen, dass unsere Stimmen gehört werden “, fügte der norwegisch-marrokanische Regisseur hinzu.

Die siebenköpfige internationale Jury des FIFB umfasst den marokkanischen Schauspieler Younes Megri, den Produzenten Rie Rasmussen, den Schriftsteller Lou Gala, die Schauspielerin Maya Coline, die Schauspielerin Marijke Pinoy, die Schauspielerin Anne Serra und die Regisseurin Johanna Bros.