Moi Day ist ein Feiertag in Kenia. Am 10. Oktober ehrte man den ehemaligen kenianischen Präsident Daniel Moi. Nach der Verkündung der Verfassung von Kenia im August 2010 wurde der Moi Day von der Liste der kenianischen Nationalfeiertage gestrichen. Am 8. November 2017 machte der Oberste Gerichtshof den 10. Oktober wieder zum Feiertag.
Richter George Odunga sagte in seiner Entscheidung, dass die Auslassung des Moi Day ist eine Illegalität und im Widerspruch zu dem Gesetz stehe. Also verkündete CS Matiang’i am 8. Oktober 2018 das Comeback des Feiertags.

Präsident Daniel Toroitich arap Moi war von 1978 bis 2002 zweiter Präsident von Kenia. Der ehemalige Lehrer, Schulleiter und Lehrerausbilder gründete die Partei  „Kenya African Democratic Union“ (KADU) und war von 1957 bis 1963 ihr Vorsitzender. Im Gegensatz zu der gegnerischen Partei “Kenya African National Union” (KANU) die vor allem von großen Ethnien beherrscht war, wollte die KADU kleinere Ethnien wie die Kalenjin stärken und eine förderale Verfassung durchsetzen. Moi trat 1961 als  Parlamentarischer Staatssekretär des Erziehungsministers zu KANU über. 1962 wurde er zum Erziehungsminister in der Vorunabhängigkeitsregierung ernannt, dann zum Minister für Gemeindeverwaltung. Nach der Unabhängigkeit am 18. Dezember 1963 stimmte Moi der Verschmelzung von KANU und KADU zu, wodurch Kenia praktisch zum Einparteienstaat wurde. Nach dem Tod von Jomo Kenyatta – Kenias erster Staatspräsident und “Vater der Unabhängigkeit” – wurde Moi automatisch zum Präsidenten der Republik Kenia und der KANU-Partei. Er versuchte seine Nyayo-Philosophie durchzusetzen:  Frieden, Liebe und Einheit.

In den Jahren 1979, 1988 und 1992 wurde Moi immer wieder zum Präsidenten gewählt. 1979 erhielt er außerdem den Orden „Chief of the Golden Heart“, die höchste Auszeichnung Kenias. Nach 24 Jahren Amtszeit durfte er laut veränderter Verfassung kein weiteres mal zur Wahl antreten. Die Opposition der Kanu-Partei hatte sich außerdem vereint, tritt nun als “nationale Regenbogen-Koalition” hervor und verspricht Arbeitsplätze, eine bessere und billigere medizinische Versorgung sowie eine Senkung der Schulgebühren – Dinge, die während Mois Amtszeit eher vernachlässigt wurden.