Seit Freitag läuft auf Netflix das Drama »Der Junge, der den Wind einfing«. Der Film basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Malawiers William Kamkwamba:

Da es in seinem Dorf kein sauberes Trinkwasser gibt, lässt sich der 13-jährige William (Maxwell Simba) etwas einfallen. Mithilfe des Buches „Using Energy“, das er in der Bücherei las, schafft er es, mit einfachen Dingen, die er auf dem Schrottplatz findet, eine funktionierende Windmühle zu errichten und schafft somit seine Eltern (Agnes Kamkwamba & Chiwetel Ejiofer) und die restlichen Dorfbewohner vor einer Hungersnot zu retten.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von William Kamkwamba selbst und Bryan Mealer und sorgte bereits auf der Berlinale in diesem Jahr für viele emotionale Momente.

Der in London geborene Chiwetel Ejiofor hat nigerianische Wurzeln. Ihn kennt man hauptsächlich als Protagonisten des Films „12 Years a Slave“, wofür er sogar schon für einen Oscar nominiert war. Mit seinem Regiedebut möchte er den europäischen und amerikanischen Zuschauern Afrika näherbringen.

Zum einen will er zeigen, dass es keine einheitliche afrikanische Identität gibt, sondern dass jedes Land über seine eigene Kultur, Traditionen und Bräuche verfügt. Durch den Dreh in William Kamkwambas Heimatdorf Wimbe soll außerdem das alltägliche Leben in afrikanischen Dörfern gezeigt werden, welches sich Europäer und Amerikaner oft nicht vorstellen können, da ihre Sicht oftmals zu sehr von schlechten Nachrichten und negativen Schlagzeilen aus Afrika beeinflusst werden.