Chimamanda Ngozi Adichie ist eine nigerianische Schriftstellerin und Feministin. Sie lebt teils in den USA, teils in Nigeria und schreibt in englischer Sprache. Die 41-Jährige hat für ihre Werke bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und gilt als herausragendes Beispiel junger afrikanischer Literatur. Chimamanda wuchs in Nigeria auf, studierte später Kommunikations- und Politikwissenschaften in den USA und machte anschließend einen Master in Afrikanistik.

Ihre Bücher wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, unter anderem in Deutsch, Spanisch und Niederländisch. Bisher veröffentlichte sie sechs Romane: “Dear Ijeawele, or A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions” (2017),“Americanah” (2013), “We should all be feminists” (2012), “The things around your neck” (2009), “Half of a yellow sun” (2006) und “Purple Hibiscus” (2003).

In ihrem neuesten Roman “Dear Ijeawele, or A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions”  geht es um den heutigen Feminismus – geschrieben als Brief an einen Freund. In dem Buch macht sie überzeugende, direkte, witzige und durchdachte Vorschläge, wie man eine Tochter dazu befähigt, eine starke, unabhängige Frau zu werden: Beratung, Ermutigung und offene Gespräche sind der Schlüssel dazu: beispielweise einem jungen Mädchen beibringen, viel zu lesen und die wichtige Rolle der Sprache zu erkennen. Sie ermutigen, nicht nur Puppen sondern auch Hubschrauber als Spielzeug zu wählen, wenn sie dies möchte. Ihr die Möglichkeit offener Gespräche über ihr Aussehen, ihre Identität und Sexualität zu geben.  Dear Ijeawele beschreibt präzise die sexuelle Politik im einundzwanzigsten Jahrhundert. Chimamanda beginnt mit ihrem Roman ein neues Gespräch darüber, was es wirklich bedeutet, heute eine Frau zu sein.

Die Autorin gewann mit dem Buch den Grand Prix de l’Héroïne Madame Figaro (nonfiction) im letzten Jahr.