Wangari Maathai wurde 1940 in dem Dorf Ihithe in Kenia geboren und starb 2011 in Nairobi. Sie war Professorin, Wissenschaftlerin, Politikerin und Umweltaktivistin. 2002 wurde sie sogar stellvertretende Ministerin für Umweltschutz.

Zwei Jahre später, im Jahr 2004, wurde sie mit dem Friedensnobelpreis für ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, Demokratie und Frieden ausgezeichnet – sie ist die erste Afrikanerin, der dieser Preis verliehen wurde. Bereits zwanzig Jahre zuvor wurde sie mit Right Livelihood Award ausgezeichnet, welcher auch als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird. Insgesamt erhielt Wangari Maathai über zwanzig Auszeichnungen, darunter beispielsweise der “Woman of the Year Award”, der “Better World Society Award” oder der “Woman of the World Award”.

Sie erhielt als junges Mädchen ein Stipendium für Biologie an dem Mount St. Scholastica College in Atchinson, Kansas, und studierte später an den Universitäten von Pittsburgh, Gießen und München. Im Jahr 1971 erwarb sie als erste Frau aus Kenia einen Doktortitel an der Universität von Nairobi. Sie arbeitete dort als erste Professorin für veterinäre Anatomie und wurde später Dekanin ihres Fachbereichs.

Einige Jahre später gründete sie die das Aufforstungsprojekt Green Belt Movement, welches heute eine Umweltorganisation ist, die in 13 Ländern tätig ist. Es arbeiten insbesondere Frauen daran, die Umwelt zu schützen und den Lebensstandard zu verbessern. Wangari Maathai hatte das Projekt damals unter der Schirmherrschaft des Nationalen Frauenrats von Kenia (National Council of Women of Kenya (NCWK)) ins Leben gerufen, um auf die Bedürfnisse der kenianischen Frauen in ländlichen Gebieten zu reagieren, die berichteten, dass ihre Flüsse austrocknen, ihre Nahrungsversorgung weniger sicher sei und sie immer weiter laufen mussten, um Brennholz zu bekommen. Die GBM ermutigte die Frauen dazu, zusammenzuarbeiten.

Wangari Maathai selbst war von 1976 bis 1987 in Kenias Nationalen Frauenrat aktiv und leitete ihn von 1981 bis 1987 als Präsidentin. Die Power-Frau engagierte sich besonders in 90er Jahren für Umweltschutz und Frauenrechte. Oft stoß dieses Engagement besonders bei der damaligen Regierung auf Wut und Ärger, so wurde Wangari Maathai mehrfach inhaftiert und auch misshandelt. Unter anderem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzte sich immer wieder für ihre Befreiung ein.