Der erste “Ruanda-Tag” in der Hansestadt Hamburg am 14.09. war nach Einschätzung aller Beteiligten ein großer Erfolg. Honorarkonsul Reinhold Robbe: “Wir konnten als Veranstalter nicht wissen, ob überhaupt und wie groß das Interesse an diesem Thema sein würde. Umso erstaunter sind wir im nachhinein über die unglaublich große und positive Resonanz. Dieser Erfolg zeigt uns, daß “Ruanda” und “Hamburg” nicht nur viele Gemeinsamkeiten haben, sondern voneinander partizipieren können. Hamburg mit seinen vielen wirtschaftlichen Schwerpunkten ist für das aufstrebende Ruanda ein geradezu hervorragender Partner, dessen Potential in diesem Zusammenhang bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.”

                                                 robbe-lydie
Auf der Konferenz mit ihren unterschiedlichen Themensetzungen ist deutlich geworden, wie  beispielhaft schnell und effektiv sich Ruanda nach dem Völkermord 1994 zu einem zwar kleinen, aber hoch effizienten modernen Staat entwickeln konnte. So bescheinigten Vertreter von namhaften Beratungsinstitutionen auf der Konferenz Ruanda mit seinen exzellenten Rahmenbedingungen eine sehr gute Perspektive für die kommenden Jahre. Sowohl hinsichtlich der guten Regierungsführung, wie auch mit Blick auf die wissenschaftlichen Kapazitäten und sozialen Anstrengungen nehme Ruanda inzwischen eine Führungsrolle auf dem afrikanischen Kontinent ein, erklärten die Wirtschaftsexperten. 

                                                img_6074

Der ruandische Botschafter S. E. Igor Cesar dankte den Kooperationspartnern der Veranstaltung für deren Unterstützung. Sowohl die Landeszentrale für politische Bildung, das Völkerkundemuseum, der Afrika-Verein, wie auch die Industrie- und Handelskammer hätten zum Erfolg der Konferenz maßgeblich beigetragen. Für den Botschafter war es der erste öffentliche Auftritt in Hamburg seit seinem Amtsantritt vor etwa einem Jahr. Es gebe bereits etliche gut funktionierende Kontakte zwischen seinem Land und der Hansestadt. Das Potential sei jedoch riesengroß, betonte der Botschafter.

                                              lydie-pult

Sehr plastisch schilderten einige Hochschullehrer ihre langjährigen Erfahrungen mit ruandischen Partnereinrichtungen. Die Professoren sprachen sich für eine Aufstockung der Mittel für deutsch-ruandische Wissenschaftsprojekte aus. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigten, wie groß der Nutzen für deutsche und ruandische Studenten sei, wenn sie in gemeinsamen Projekten ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern könnten.