Wer mit der Zeit gehen will, der geht ins Netz. Das betrifft nun auch die Musik, denn die private CD- und Plattensammlung hat angesichts der Online Streamingdienste ausgedient. Sie sparen Platz im Haushalt und sind mobil. Außerdem locken der günstige Preis und der Zugang zu einem unbegrenzten Musikangebot – und können einen aus dem Hinterhalt erschlagen.

Headphones by Mark Solarski via Unsplash

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Afriquency versucht, dieses Schicksal zu verhindern und afrikanischen und afrikanisch-stämmigen KünstlerInnen ein neues und breiteres Publikum zu verschaffen. Das Kuratorprofil des Musikunternehmens AfriCori ruft daher eine Reihe von Playlists mit afrikanischer Musik auf Apple Music, Spotify, Deezer und YouTube ins Leben. DJs, Produzenten und Journalisten stellen ohne an eine Stilrichtung gebunden zu sein, verschiedene Playlists zusammen. Die reichen vom klassischen Afro Hip Hop und Afro Jazz hin zu Afro Vybz, einer Kollektion von Afrikas kürzlich erschienenen größten Hits. Die Playlist La Fête stellt dagegen die besten Hits aus dem frankophonen Afrika vor. Auch bisher unbekannte, aber vielversprechende MusikerInnen bekommen in der Playlist New Collective eine Plattform für ihre Werke.

Das Musikangebot der Streamingportale liegt in Millionenhöhe. Deshalb ist es für die Zuhörer leichter, bei dem zu bleiben, was sie bereits kennen. Playlists bringen Ordnung in diese Unordnung des unübersichtlichen Angebots, indem sie Musik nach verschiedenen Kategorien ordnen und gleichzeitig wie eine Probe einen Einblick in das Schaffen unterschiedlicher KünstlerInnen gewähren. Durch afriquency bekommen NutzerInnen von Musik-Streamingdiensten die Möglichkeit afrikanische Musik nach eigenem Belieben zu entdecken. Gleichzeitig bekommen afrikanische KünstlerInnen für ihre Musik Aufmerksamkeit.

Win-win!