Mehr als 10% der Staatsfläche Kenias sind Naturreservate: Der Amboseli Nationalpark liegt im Südwesten Kenias, an der Grenze zu Tansania. Es ist wichtig seine endlosen Savannen mit ihrer exotischen Tierwelt zu beschützen, damit die Letzten der großen afrikanischen Wildtiere in freier Wildbahn überleben können. Die Naturschutzorganisation “Big Life” kämpft schon seit Jahren gemeinsam mit den lokalen Communities gegen die Wilderei in dem Park an.

Über 1,6 Millionen Hektar versucht die Big Life Foundation zu schützen. Sie beschäftigt hunderte lokale Maasai Ranger mit mehr als 30 dauerhaften Außenstellen und Feldeinheiten, 13 Patrouillenfahrzeugen, drei Spürhunden und zwei Flugzeugen zur Luftüberwachung.

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Seit 2011 setzt Big Life Spürhunde ein, um Wilderer, ihre Waffen und ihre Fallen aufzuspüren. Chef der Hundestaffel ist der heutige Tierschützer Mutinda Ndivo: bevor er seinen Dienst als Ranger antrat, war er selbst ein gefürchteter Wilderei, bis er sich dazu überzeugen ließ, die Seiten zu wechseln. Durch seine Vergangenheit kennt er sich mit den Machenschaften und Wegen der Wilderer bestens aus. Aufgrund der Größe des Einsatzgebietes, dass sich über Kenia und Tansania hinstreckt, ist es allerdings unmöglich, überall Ranger zu postieren.

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Das Ziel der meisten Wilderer ist der Elefant und seine Stoßzähne aus wertvollem Elfenbein: da die Nachfrage vor allem in China explosionsartig anstieg, nimmt auch die Jagd nach den mächtigen Tieren so schnell kein Ende. Das einzige, was die Wilderer abschrecken kann, sind Maßnahmen wie Haft.

Mutinda Ndivo ist selbst mit seiner erfahrenen Hündin oft im Einsatz. Die Treffergenauigkeit der Spürhunde ist sehr hoch und bei Wilderern gefürchtet, besonders bei den Einheimischen, die sich an den Verbrechen beteiligen. Die meisten verstehen nicht, wie sie bis zu 72 Stunden nach der unbeobachteten Tat immer noch gestellt werden können.

 

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Die Besitzer des umliegenden Landes des Amboseli-Nationalpark sind die oben bereits erwähnten Massai, die auch außerhalb des Parks versuchen die Natur zu schützen: zum Beispiel die Laikipia-Hochebene, ein privat organisiertes Schutzgebiet, in dem Mensch und Tier gemeinsam leben.

Die Massai sind eine ostafrikanische Volksgruppe im Süden Kenias und im Norden Tansanias, die sich durch ihre halbnomadische Lebensweise, auffallende Kleidung und ihr Wohngebiet nahe den Nationalparks auszeichnen. Simon Kenjaga ist ihr “Clanchef”.

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Die Ranger der Massai gelten aufgrund ihrer Naturkenntnisse und ihrer schnellen Wahrnehmung als die besten Wildhüter des Landes: Kenjagi und seine Männer sind ständig unterwegs um die Tiere, von dessen Jagd sie früher lebten, heute vor Wilderern zu schützen. Die stolzen Massai sind bekannt dafür, an alten Lebensweisen festzuhalten, im Bereich Tierschutz sind sie aber vielen anderen Völkern weit voraus. Obwohl sie unter einfachsten Bedingungen leben, arbeiten sie mit modernster Technik wie Funkgeräten.