Zum heutigen Weltfrauentag stellen wir euch vier Künstlerinnen afrikanischen Ursprungs vor, die mit ihren einzigartigen Werken den Feminismus und die afrikanische Kunstszene bedeutend geprägt haben:

Zanele Muholi: 

Die in Umlazi, Südafrika, geborene Fotografin (geb. 19. Juli 1972), kämpft als Aktivistin für die Rechte von afrikanischen Frauen und der LGBT-Community. In ihren Fotografien verbindet sie dabei auf eine besondere Weise, künstlerische Qualität mit politischem Engagement. Beispielsweise hinterfragte sie in ihrer Portraitreihe “Massah und Minnah” das Verhältnis zwischen weißen Arbeitgeberinnen und schwarzen Hausmädchen. Derzeit gilt sie in Afrika als eine der bekanntesten Fotografinnen, wobei sie mittlerweile auch internationale Aufmerksamkeit erlangen konnte. So gewann sie auf der documenta 13, eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, mit ihren Werken etliche Preise.

Muholi wurde am 28. Oktober 2013 zur Honorarprofessorin der Hochschule für Künste in Bremen ernannt.

Howardena Pindell:

In ihren Werken erforscht Howardena Pindell (geb. 14. April 1943) sowohl Farben, Strukturen,Texturen, als auch den Prozess der Kunst an sich. Inspiriert von den feministischen Bewegungen, beschäftigen sich ihre oftmals politischen Arbeiten mit Themen wie Rassismus, Feminismus, Gewalt, Sklaverei und Ausbeutung. Pindell ist dabei für ihre Verwendung von unkonventionellen  Materialien bekannt. Darunter gehören zum Beispiel Bindfäden, Glitzer und Parfüms.

Mitte der 70er Jahre und dann erneut im Jahre 2007, arbeitete Pindell an einer Serie mit dem Namen “Video Drawings“. Darunter befindet sich auch ihre bekannteste Videoaufzeichnung namens “Free, White and 21” . In dem Werk erscheint sie als Karikatur einer weißen Frau, die eine blonde Perücke und eine Brille trägt. In der Videoaufzeichnung erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit Rassismus. Als afro-amerikanische Feministin zeigte Pindell schon mehr als genug, dass sie die nötige Willensstärke hat, um sich mit den politischen Themen auseinanderzusetzen.

Yaba Badoe:

Yaba Badoe (geb. 1955) ist eine ghanaisch-britische Dokumentarfilmemacherin, Produzentin und Autorin. Als Absolventin des King’s College in Cambridge, arbeitete sie zunächst als Beamte in Ghana, bevor sie Praktikantin bei der BBC wurde. Dort veröffentlichte sie als Produzentin und Regisseurin Dokumentarfilme für die wichtigsten Kanäle in Großbritannien. Darunter befindet sich die Doku “Black and White” (1987), welche eine Untersuchung über den Rassismus in Bristol darstellt, bei der verborgene Videokameras für den Fernsehsender verwendet wurden. Ein weiteres Werk, “The Witches of Gambaga” (2010), konnte dabei den Preis in der Kategorie “Bester Dokumentarfilm” bei dem Black International Film Festival für sich gewinnen.

Melissa Kiguwa:

Melissa Kiguwa ist Künstlerin und Feministin. Ihre Werke reichen dabei von der Gestaltung einzigartiger, maßgefertigter Schmuckstücke über Poesie bis hin zu improvisatorischen Blues-Performances. Ihre Arbeit wurzelt in der Anerkennung diverser globaler Afro-Erfahrungen. Melissa, die von einem haitianischen Vater und einer ugandischen Mutter aufgewachsen ist, betrachtet sich selbst als „Afro-Nomade“. Ihr neuester Gedichtband trägt den Titel “Reveries of Longing” und wurde zu den 100 besten, afrikanischen Geschichten im Bereich Belletristik, Poesie, Biografie und Sachbuch aufgenommen.

 

 

 

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