20 Jahre arbeiten und erst danach den Gewinn einfahren? Das nimmt man nur auf sich, wenn sich der Einsatz auch tatsächlich rentiert.

So ist es auch bei dem Baobab, der Wunderbaum genannt wird. Diese Bäume können bis zu 25 Meter hoch und über 1000 Jahre alt werden – blühen dafür aber erst nach 20 Jahren.

 

Wie wichtig der Baum für die Afrikaner ist, zeigt sich schon an der Vielzahl von Namen, die es für ihn gibt. „Bu hibab“  bedeutet “Frucht mit vielen Samen”. Die runden bis ovalen Früchte enthalten nämlich ein sehr nahrhaftes Fruchtfleisch und viele nährstoffreiche Samen. Diese sind besonders reich an entzündungshemmenden und krankheitsvorbeugenden Pflanzenstoffen.

 

 

Andere Namen für den Baum sind Magischer Baum, Lebensbaum und Affenbrotbaum. Erst nach 20 Jahren blüht der Baum das erste Mal, doch dann kann man nahezu jeden Teil des Baumes verwenden: Die Samen helfen gegen Zahnschmerzen oder Malaria, die Blätter werden bei Magen-Darm-Erkrankungen eingenommen. Zudem wirken sie Samen sehr feuchtigkeitsspendend bei trockener Haut und die Blätter produzieren eine Art Sonnencreme. Denn sie enthalten Moleküle, die das Chlorophyl frisch halten, und diese wirken wie ein Sonnenschutz.

 

In Europa ist der Baobab vor allem in Pulverform bekannt. Nach dem Heranreifen wird die Frucht vom Baum getrocknet, um Wasser zu sparen.  Von Menschen wird das getrocknete Fruchtfleisch dann von Samen und Fasern getrennt und gereinigt. Es entsteht ein weißes, süßliches Pulver, das als Bindemittel oder Süßstoff verwendet wird.

 

Der Baobab ist charakteristisch für die afrikanische Savanne. Der Wunderbaum hat für die Menschen sogar eine so große Bedeutung, dass ganze Dörfer umziehen und sich auf die Suche nach einem neuen Baum begeben, wenn ihr Baum stirbt.