Die Namensfindung eines Kindes ist eine wichtige Aufgabe und nicht immer leicht. In jedem Land gelten andere Vorschriften. Auch in Deutschland kann man seinem Kind nicht einfach so einen Namen geben, da es besondere gesetzliche Regeln gibt, die unbedingt beachten werden müssen.

Allgemein gilt für Vornamen:

  • Keine Nachnamen,
  • keine Marken
  • keine Städte/ Ortsnamen
  • keine Adelstitel

 

Ausnahmen können bei der zuständigen Botschaft beantragt werden, die beispielsweise die Tradition/Geschichten der Namensgebung erläutert.

Ebenso sollte das Geschlecht des Kindes zu erkennen sein. Nicht geschlechtsspezifische Namen (wie zum Beispiel Kim oder Luca) brauchen daher einen zweiten Namen, der darauf hinweist, ob das Kind ein Mädchen oder ein Junge ist.

Außerdem sollte ein Kind nicht mehr als 5 Vornamen besitzen.  Der Name sollte nicht beleidigend sein oder sich über den Halter lustig machen. Namen wie „Superman, Borussia oder „Holy Ghost Fire“ sind daher nicht erlaubt.

Zusätzlich ist eine Kurzform eines Namens rechtens, jedoch nicht die Koseform (liebevoll abgewandelte Form eines (Vor)namens). Beispielsweise ist die Kurzform Liz für Elizabeth oder Tina für Katharina möglich aber nicht die Koseformen wie z.B. Lizchen oder Tinchen. Zudem sollte man beachten, dass man seinem Kind keinen biblischen Namen mit einer negativen Assoziation gibt. Solche Namen sind z.B. Deliah, Luzifer oder Judas. Erlaubt dagegen sind die Namen von Heiligen und anderen Bibelnamen wie beispielsweise Jesus, Maria, Elias oder Petrus.

 

Auch für Nachnamen gelten gewissen Richtlinien, die man in Betracht ziehen sollte.

So ist gesetzlich vorgeschrieben, dass ein Kind nur einen Nachnamen als Familienname haben soll. Es kann der Familienname des Mannes oder der Frau sein. In den meisten Fällen nimmt die Frau den Nachnamen des Mannes an, der als gemeinsamer Familienname ausgewählt wird.

Außerdem ist gesetzlich festgelegt, dass Kinder, die von unverheirateten Eltern geboren wurden, ihren Familiennamen von dem Elternteil erhalten, der das Sorgerecht für das Kind hat. In Situationen, in denen die Eltern nach dem geltenden Recht nicht gemeinsam das Sorgerecht haben, wird die Mutter automatisch zur alleinigen Aufsichtsperson und das Kind nimmt automatisch ihren Nachnamen an. Die Mutter kann sich auch entscheiden, dem Kind den Nachnamen seines Vaters zu geben.