Ein Startup in Nigeria will mit Drohnen örtliche Kliniken und Krankenhäuser mit Medikamenten versorgen. Arone heißt der “Lieferservice” – eine Erfindung von Afrikanern für Afrikaner.

Emmanuel Ezenwere, der Gründer von Arone, ließ sich von Life Bank inspirieren, ein anderes Startup, das Krankenhäuser mit Blut beliefert. Sie finden Blutbanken, die Blut haben, und vermitteln dieses Blut an Kliniken, die es dringend brauchen. Der junge Nigerianer erzählt, er habe die Chance gehabt, den Gründer von Life Bank kennenzulernen. Seitdem fing er an drüber nachzudenken, welche Auswirkungen es hätte, wenn man das Blut mit einer Drohne zu den Leuten, die es verzweifelt brauchen, bringen könnte.

Arone besteht aus sechs Mitgliedern aus den Bereichen Technik, Softwareentwicklung und Design, die daran arbeiten, ihre Ziel, Menschenleben in Afrika zu retten, zu erreichen – besonders in ländlichen Gebieten, wo Gemeinden keine medizinische Versorgung haben.

Ezenwere ist ein Artificial and Intelligence Engineer und baut und designt die Software für selbstständige Flüge der Arone. Charles Njoku, Designer und Leiter des Design Labs ist verantwortlich für das Grafikdesign, die Logos und das Markenzeichen. Kenechukwu Ezeama, ein Elektroniker, kümmert sich um die Luftfahrtelektronik. John Chamberlain Agbo, ein Maschinenbauer, entwickelt CAD Modelle und Simulationen. Emmanuel Ikpe, ein Automatisierungsingenieur, übernimmt die Robotertechnik. Und Valentine Ofoegbu, ein Handyentwickler, entwickelt die Arone Handy App mit der Krankenhäuser medizinische Versorgung anfragen können.

Medizinische Versorgung ist in vielen Gebieten Afrikas ein großes Problem. Jedes Jahr sterben circa 1,6 Millionen Menschen an behandelbaren Krankheiten wie Malaria oder Tuberkolose. Viele ländliche Gemeinden haben aufgrund des schlechten Straßennetzes, mangelnder Logistik und schwacher Infrastruktur. Ezenwere meint, in Nigeria gäbe es um die 30000 Gesundheitseinrichtungen und gerademal 6000 von denen würden funktionieren.