Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Nigerianern trieben die Wirtschaft 2018 verstärkt an. Der Gesamtwert der Überweisungen von Migranten belief sich dabei auf 25 Milliarden US-Dollar. Dies ist der höchste Zufluss durch die nigerianische Diaspora in das Land in den letzten 13 Jahren.

In einem Bericht mit dem Titel “Wirtschaftlicher Ausblick Nigerias: Top 10 Themen für 2019″ gab der globale Wirtschaftskonzern PricewaterhouseCopers (PWC) an, dass dieser Betrag im vergangenen Jahr 83% des Staatsbudgets entsprach. Es konnte zudem festgestellt werden, dass diese Zahl 6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Nigerias ausmachte. Nigerias Migrationszufluss war ebenfalls siebenmal höher als die Entwicklungshilfe aus dem Ausland die 2017 3,359 Milliarden US-Dollar betrug.

Der Bericht zeigt, dass die Überweisungen der Nigerianer in die Diaspora in den letzten 13 Jahren stetig gestiegen sind und es im Vergleich zum Jahr 2005, einen Anstieg von 71,3% (2018) gab. Gleichzeitig konnte der Zufluss ausländischer Direktinvestitionen mit 1,036 Prozent übertroffen werden.

Umgekehrt lag der Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in das Land, der 2018 bei 2,2 Milliarden US-Dollar lag, um 1,036 % unter dem Zufluss von Migranten.

Die detaillierte Aufschlüsselung der Migrantenüberweisungen im Zeitraum von 13 Jahren zeigte in den letzten drei Jahren einen enormen Anstieg an. So stiegen sie 2017 um 11,79 % auf 22 Milliarden US-Dollar an, im Vergleich zu 2016 mit 19,68 Milliarden US-Dollar, bis sie 2018 erneut um 14 % anstiegen.

Dem Bericht zufolge umfassen die weltweit führenden Länder bei der Überweisungen die USA, Deutschland, Russland und China. In seinem Kommentar sagte Andrew S. Nevin, Chefökonom von PWC: „Nigerias größter Export ist nicht das Öl. Es sind tatsächlich die Menschen, die mit ihren Geldüberweisungen die Wirtschaft mitbestimmen”.

Dem Bericht zufolge soll das reale BIP-Wachstum bei moderaten Verbesserungen der Nettoexporte und der Inlandsnachfrage leicht auf 2,5 % gegenüber dem Vorjahr wachsen.