Wer hat die erste Universität gegründet und wo liegt sie?

Die älteste Universität der Welt ist die Universität Al- Qarawiyyin und liegt in Fès, Marokko. Sie wurde als ein Ort des Lernens im Jahr 859 gegründet. Die Gründerin war Fatima al-Fihri, Tochter eines reiches Kaufmanns aus Qayrawan im heutigen Tunesien. Die Universität entwickelte sich aus einer Moschee, die zu einem bedeutenden und angesehenen Ort der Bildung auf der Welt wurde. Viele einflussreiche Gelehrte haben an dieser Universität studiert, unter anderem der Kartograf al-Idrisi. Schon im Mittelalter übte die Bildungseinrichtung einen großen Einfluss auf die kulturellen Beziehungen zwischen Europa und der islamischen Welt aus.

 

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Die Universität Al- Qarawiyyin war nicht nur bekannt für die islamische Hingabe zur Erlangung von Wissen, sondern hieß Menschen aller Religionen willkommen. Beispiele hierfür sind unter anderem Alumni Papst Sylvester II (946- 1003) und Maimonides (1138-1204), ein jüdischer Philosoph und Physiker. Ebenso studierten berühmte Denker wie Ibn Khaldûn (1332-1395) und Ibn Rushd (Averroes) (1226-1198) an der Universität Al-Qarawiyyin.

Fatima al-Fihri setzte ihr gesamtes Erbe in den Bau der Moschee sowie einer Medresa ein. Zu der Zeit haben mächtige Sultane regiert, die bedeutende Manuskripte in der Koranschule aufbewahrten, die von vielen berühmten Persönlichkeiten wie Malik Ibn Inas und Ibn Khaldun stammten. Mehrere Jahrhunderte lang diente die Medresa als ein Ort der politischen Diskussion und der religiösen Unterweisung. Es wurden immer mehr Unterrichtsfächer angeboten, vor allem aus den Naturwissenschaften. Im Jahr 1957 erhielt die Medresa den Status einer Universität.

Laut der UNESCO und dem Guinnessbuch der Rekorde ist sie die älteste in Betrieb stehende Universität der Welt und die erste Einrichtung überhaupt die akademische Abschlüsse verlieh.

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